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Radevormwald
Sechs Millionen für Jugendhilfeetat

Radevormwald. Der größte Einzeletat im städtischen Haushaltsplan für 2016 mit sechs Millionen Euro ist der für den großen Bereich der Jugendhilfe. Das erklärten Kämmerer und Beigeordneter Frank Nipken und der Fachbereichsleiter Finanzen, Volker Uellenberg, in der Ausschuss-Sitzung.

Ursprünglich hatte die Verwaltung Ausgaben von 5,6 Millionen Euro vorgesehen. Die Höhe der Mehrausgaben von 400.000 Euro erklärte der Kämmerer unter anderem mit erhöhten Aufwendungen für Kindertageseinrichtungen. Zwar werde der Elternbeitrag im kommenden Jahr um 120.000 Euro steigen, dafür müsste allein der Personalaufwand um 270.000 Euro erhöht werden. Einbezogen sind zum Beispiel auch Tarifsteigerungen, erklärte Uellenberg. "Wir haben mehr Kinder und mussten deshalb die Stellenzahl in den Einrichtungen erhöhen", ergänzte Nipken. Das betreffe insgesamt eine Erhöhung der Stellenzahl um sieben.

Hinzu komme die Tagespolitik, weil auch Flüchtlingskinder betreut werden müssten und diese Kosten auch aus dem Haushalt getragen werden müssten. Von 2,7 auf 3,1 Millionen Euro werden die Kosten für die Jugend- und Familienhilfe steigen. "Das ergibt sich daraus, dass die Transferleistungen für untergebrachte Personen geringer werden", sagt Nipken. Das ergebe sich daraus, dass es Familienzuzug mit untergebrachten Kindern oder Jugendlichen gebe.

Zuerst würden die abgebenden Kommunen die Kosten für die Unterbringung von Familienmitgliedern zahlen. Im Laufe der Zeit reduziere sich diese Transferleistung kontinuierlich. Ergebnis sei, dass die Stadt mehr zahlen müsste, ohne für diese Ausgabe verantwortlich zu sein.

(wos)
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