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Radevormwald
Sehr gute Note für Johanniter-Altenheim

Radevormwald: Sehr gute Note für Johanniter-Altenheim
Die Johanniter-Mitarbeiter Susanne Schultheis (l.) und Marlies Peppinghaus mit Leiter Thorsten Wichert Die Bewohner v.l. Volker Rieck, Günter Pfeng und Irene Eckl. FOTO: Flora Treiber
Radevormwald. Das Johanniter-Altenheim am Höhweg hat die aktuelle Qualitätsprüfung im April mit der Note 1,0 abgeschlossen. In den nächsten Monaten wird das Haus umgebaut. Jede Etage erhält einen Küchenbereich und ein separates Wohnzimmer. Von Flora Treiber

Den Bewohnern des Johanniter-Seniorenheims am Höhweg geht es sehr gut. Zumindest nach dem Ergebnis der Qualitätsprüfung vom 18. April. Der Medizinische Dienst der Pflegekassen hat die stationäre Pflegeeinrichtung zwei Tage lang auf vier übergeordnete Kategorien geprüft. Die Pflege und medizinische Versorgung bewerteten die Prüfer mit 1,1, den Umgang mit demenzkranken Bewohnern, die Betreuung und Alltagsgestaltung sowie das Wohnen, die Verpflegung, die Hauswirtschaft und Hygiene jeweils mit einer 1,0.

Damit liegt das Johanniter-Haus unter der Leitung von Thorsten Wichert über dem Durchschnitt, der in NRW bei einer Gesamtbewertung von 1,2 liegt. Die Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes erfolgt jedes Jahr unangekündigt und ist sowohl für Bewohner als auch für die Pfleger nervenaufreibend. "Man ist natürlich einer Prüfungssituation ausgesetzt. Auch die Bewohner werden zufällig, ganz unvorbereitet, befragt. Trotzdem sind solche Überprüfungen wichtig", sagt Marlies Peppinghaus, Leiterin des Bereiches Hauswirtschaft.

Seitdem Thorsten Wichert im Dezember 2015 die Leitung des Seniorenheims übernommen hat, wurden mehrere Abläufe verändert. "Wir haben eine neue Pflegekonzeption eingeführt. Eine wesentliche Veränderung ist der Bürokratieabbau für unser Pflegepersonal", sagt er.

Auch die Versorgung der 72 Bewohner hat sich verändert. Die Speisesaal-Versorgung ersetzt eine Einzelversorgung für Bewohner mit Essstörungen. "Der Speisesaal ist immer noch ein wichtiger Treffpunkt. Allerdings werden Bewohner, die Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme haben, jetzt in kleineren Gruppen betreut", sagt Wichert.

Er und die Mitarbeiter des Seniorenheims haben die Etagenversorgung im letzten Dreivierteljahr ausgetestet und wollen auch den Baukörper des Hauses auf die neue Versorgungsform anpassen. Am 22. Mai starten die Bauarbeiten für die neuen Räume. Auf jeder Etage sollen eine Wohnküche und ein separates Wohnzimmer entstehen. Der Speisesaal wird zusätzlich renoviert und in mehrere Nischen unterteilt, die den Bewohnern mehr Privatsphäre ermöglichen sollen. "Kleine Gruppen oder gute Freunde können sich besser zurückziehen, gemeinsam essen und sich unterhalten", sagt Wichert. Pflegedienstleiterin Susanne Schultheis freut sich auf die Veränderungen. "Wir haben die Möglichkeit, die Bewohner besser zu betreuen und eine engere Gemeinschaft zu bilden."

Geplant ist es, die Umbaumaßnahmen mit einem Finanzvolumen von 200.000 Euro innerhalb von drei Monaten abzuschließen. Der laufende Betrieb soll soweit es geht unbeeinträchtigt bleiben. Das 1975 erbaute Haus wurde 2000 umgebaut und kernsaniert. Aus der Sicht von Thorsten Wichert ist eine weitere Veränderung jetzt nötig. "Wir haben lange genug damit gewartet. Jetzt, nach einer ausgiebigen Testphase des neuen Konzepts, können wir loslegen."

Entschieden wurde dieses Vorhaben gemeinsam mit den Bewohnern, die sich zu mehr als 80 Prozent für den Umbau aussprachen. "Überzeugungsarbeit muss man natürlich immer leisten. Die meisten Menschen mögen Veränderung nicht", sagt Wichert.

Das Mitarbeiterteam hat sich nach dem Leiterwechsel von Bernd Kottsieper zu Thorsten Wichert nur geringfügig verändert. "Drei Mitarbeiter haben uns verlassen, aber wir haben qualifizierten Ersatz gefunden", sagt Wichert.

Quelle: RP
 
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