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Radevormwald
Sekundarschul-Gründung am 24. August

Radevormwald: Sekundarschul-Gründung am 24. August
Am 14. Dezember sind die Grundschüler in die Hauptschule eingezogen, zum 24. August sollen sie durch die Fünftklässler der neuen Sekundarschule ersetzt werden. Viele heutige Viertklässler bleiben an "ihrer Schule". FOTO: Nico Hertgen (Archiv)
Radevormwald. Den Mitgliedern des Schulausschusses sind Pläne für die neue Schule vorgestellt worden. Neben den Eltern sollen auch andere Institutionen eingebunden werden. Marcel Schnürer und Sandra Pahl sind "Aufbau-Schulleiter" bis Sommer. Von Wolfgang Scholl

103 Schüler werden nach bisherigem Stand ab August das erste fünfte Schuljahr der neuen Sekundarschule bilden. Eingerichtet werden vier Klassen, drei hat der Stadtrat im Vorfeld beschlossen, für die vierte gibt es eine Dringlichkeitsentscheidung der Stadt, damit nach Genehmigung der Bezirksregierung der Unterricht beginnen kann. Eine fünfte Klasse wird es erst dann geben können, wenn wohl noch mindestens zehn Kinder angemeldet würden.

Schulausschussvorsitzender Thomas Lorenz sagte zu Sitzungsbeginn: "Wir haben es geschafft. Alle Kinder können in Rade beschult werden." Lorenz dankte dem "politischen Bereich dafür, dass er das Thema nicht zerredet habe: "Ich spreche meinen Dank für Engagement, aber auch Zurückhaltung aus."

Die Stadtverwaltung um Mitarbeiterin Britta Knorz und die kommissarisch eingesetzte Aufbau-Schulleitung planen mit vier Eingangsklassen. Thomas Lorenz berichtete als Schulausschussvorsitzender, dass die Bezirksregierung bis zum Ende des jetzt laufenden Bewerbungsverfahrens für die Sekundarschule Marcel Schnürer von der Hauptschule Wermelskirchen und Sandra Pahl (Geschwister-Scholl-Schule) als Leiter und Stellvertreterin eingesetzt hat. Marcel Schnürer ist den meisten Eltern der zukünftigen Fünftklässler bekannt, weil er zahlreiche Anmeldungsgespräche im Februar geführt hat. Sandra Pahl, die inzwischen auch Schulleiterin der auslaufenden Hauptschule ist, wird bei weiterer Verpflichtung in einem Gebäude für zwei Schulen tätig sein. "Das geht nur, weil die Kombination von zwei Schulen in einem Gebäude sich so ergeben hat", sagt Sandra Pahl.

Im ersten und im zweiten Jahr sollen jeweils zehn Lehrer an der Schule unterrichten. Der Schulausschuss und die Stadt müssen demnächst überlegen, ob sie die Eingangsklassen für die Sekundarschule dauerhaft von drei auf vier erhöhen wollen. Dann wäre ein weiterer Ratsbeschluss nötig. Für die kommenden Monate bis Gründungsveranstaltung am 24. August gibt es ein intensives Programm, in das sehr viele verschiedene Personen und Gruppen einbezogen werden sollen.

Am kommenden Montag konstituiert sich die Planungsgruppe, der die beiden eingesetzten kommissarischen Schulleiter, zwei Lehrer des Theodor-Heuss-Gymnasiums, ein Förderschullehrer und ein Sozialpädagoge angehören werden. Im zweiten Teil der Vorbereitung sollen auch die Eltern, Vertreter von Unternehmen und potenzielle Partner für Nachmittagsangebote einbezogen werden.

Heinz Gniostko, der Projektbegleiter von der Universität Essen, nannte das Vorbereitungsprogramm als engagiert und ambitioniert. "Es wird in den kommenden Wochen zahlreiche Termine geben", sagte er. Als Themen nannte er unter anderem den Dialog mit den Grundschulen, einen Elternworkshop bis hin zur Entwicklung des verlässlichen Ganztags. Die Projektarbeit geht aber bis 2017 weiter.

Quelle: RP
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