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Radevormwald
Sekundarschule bald mit dem Ganztag

Radevormwald. In der Sitzung des Schulausschusses sind nächste Schritte der neuen Sekundarschule vorgestellt worden. Berater Heinz Gniostko sprach der Stadt ein Lob beim Aufbau der Schule aus. Caterer könnte das gesamte Schulzentrum beliefern. Von Wolfgang Scholl

Schulentwicklung sei ein Marathonlauf, sagte am Montag Schulberater Heinz Gniostko von der Uni Essen und Duisburg. Die Stadt habe im Konsens von Politik, Verwaltung, Schulleitung, Lehrern und Eltern in den vergangenen Monaten "ungewöhnlich gute Startbedingungen für die Sekundarschule geschaffen". "Von Februar bis August ist so viel geschaffen worden, wie ich es nicht erwartet hatte", sagte Gniostko im Schulausschuss. Das sei aber eben auch erst ein Anfang.

Der kommissarische Schulleiter Marcel Schnürer berichtete, dass der Ganztagsbetrieb wie vorgesehen in der kommenden Woche ab Montag starten werde. Aus Sicht der Eltern sei für die ersten Tage ohne Ganztagsbetrieb kein Betreuungsbedarf für Schüler an die Eltern herangetragen worden.

"Auch bei der künftigen Kantine gibt es eine Perspektive", sagte Schulamtsleiter Sönke Eichner. Das Vergabeverfahren der Aufträge für die notwendigen Geräte für die Küche ist getätigt. "Wir warten auf die Geräte", sagte Eichner. Auch die Entscheidung für einen Caterer sei nach einem förmlichen Vergabeverfahren inzwischen gefallen. An dieser Stelle werde zweistufig gearbeitet. Der Caterer werde Mittagessen für die Schüler anbieten - mit einem elektronischen Abbuchungsverfahren ohne Beteiligung der Schule. Das Essen soll wie im Landesdurchschnitt etwa 3,50 Euro kosten. Daneben ist geplant, dass ein Kiosk aufgebaut wird für Brötchen und Getränke. "Aus diesem Verfahren heraus könnte sich später vielleicht eine Versorgung des gesamten Schulzentrums ergeben", sagte der Schulamtsleiter.

Für die Sekundarschule erklärte Berater Gniostko, dass die Schule als neue Schule inzwischen wahrgenommen werde. Jetzt stehe die Unterrichtsentwicklung im Mittelpunkt. Dabei soll der Schwerpunkt auf kooperative Lernformen gelegt werden. Eine Steuerungsgruppe stelle die Weichen für die nächste Zeit. Dazu gehört auch die Dreiteilung in Orientierungsphase in der Stufe fünf und sechs, die Konsolidierungsphase in sieben und acht und die Qualifizierungsphase in den Stufen neun und zehn. "Es sei durchaus vorstellbar und könne sinnvoll sein, die Kinder zu trennen. "Es wird gerne die Empfehlung gegeben, die Stufen sieben bis zehn an einem anderen Ort zu unterrichten, weil die größeren Schüler in den Pausen und über Mittag zum Beispiel andere Rituale haben", sagte Heinz Gniostko. Diese künftige Planung sei Aufgabe der Stadt in der nächsten Zeit.

Für die nächsten Jahre benötige die Schule weitere Unterstützung. Diese versprach aus Sicht der Kommunalpolitiker der Schaulausschussvorsitzende Thomas Lorenz. Er forderte die Vertreter der Sekundarschule, aber auch den kommissarischen Schulleiter Claus Peter Wirth für die 2021 auslaufende Realschule und Frank Funke und Susanne Braune für die 2019 auslaufende Geschwister-Schule-Schule auf, direkten Kontakt zum Schulamt und zur Politik zu halten.

Quelle: RP
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