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Radevormwald
Sicher bewegen auf den Inlineskatern

Radevormwald: Sicher bewegen auf den Inlineskatern
Bei einem ganztägigen Kursus auf Gelände der Firma Holzmann lernten die Teilnehmer, sich sicher auf den Inlineskatern zu bewegen. Aber auch das richtige Fallen und die Ausrüstung standen am Samstag im Mittelpunkt. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Die Inlineskater-Saison ist eröffnet. Für ein sicheres Fahrgefühl und die richtige Technik sorgte am Samstag ein Kursus unter der Leitung von Sport Reinbott in Kooperation mit der Skateschule NRW und dem Inlinerhersteller K2. Von Flora Treiber

"Unsere Teilnehmer können sich heute eine hochwertige Ausrüstung ausleihen und die neuesten Inlinermodelle austesten. Das ist eine tolle Gelegenheit", sagte Bernd Reinbott am Samstag, der den Kursus zur Fahr- und Bremstechnik bereits zum fünften Mal organisiert hatte. Über 60 Kinder und Erwachsene verbesserten auf dem Gelände der Firma Holzmann im Industriegebiet ihre Fahrkünste. Andreas Ullrich von der Skateschule NRW übernahm das Kommando und brachte den Teilnehmern die richtige Brems- und Kurventechnik bei. "Das sind die Basics, die man beherrschen muss, wenn man öffentlich unterwegs ist. Man darf allerdings nie vergessen, dass Inliner kein Verkehrsmittel, sondern Spielzeug sind", stellte Ullrich klar.

Zu jedem seiner Sicherheitstrainingskurse gehört eine Einführung in die allgemeinen Verkehrsregeln. "Skater dürfen nur auf Bürgersteigen, in Spielstraßen oder auf ausgewiesenen Strecken fahren. Da muss besonders auf Fußgänger geachtet werden. Vorausschauendes Fahren ist wichtig", sagte er. In einem spielerischen Rahmen übte er mit den Teilnehmern auch den richtigen und sicheren Stand auf den Inline-skatern. "Viele Fahrer stehen völlig falsch. Etwa mit den Knien nach innen gebeugt oder mit dem Oberkörper zu weit nach hinten oder vorne."

Ob man gut in den Inlinern steht, hat auch viel mit dem Schuh zu tun. Zu günstige Modelle geben nicht genug Halt und sorgen für eine falsche Körperhaltung. "Besonders bei Kindern, die noch im Wachstum stecken, muss man auf Qualität achten. Schuhe vom Discounter bieten keinen Halt und sind nicht stabil. Auch eine gute Schnürung zahlt sich aus", erläuterte Ullrich. Zusammen mit Bernd Reinbott kontrollierte er deshalb die Inliner der Teilnehmer und zeigten ihnen, wie die Schuhe richtig geschnürt werden.

Fest sitzen müssen auch die Schoner an Knien, Ellenbogen und Händen. "Da sollte man keine Kompromisse eingehen. Gleiches gilt für den Helm, den jeder Fahrer tragen muss", sagte Ullrich.

Margarete Bonk nahm mit ihrer Tochter Nicole am Sicherheitstraining teil. "Mir gibt es ein gutes Gefühl, wenn meine Tochter bremsen kann und die Verkehrsregeln kennt. Bisher ist sie eigentlich nur auf dem Spielplatz gefahren", sagte die Mutter, während ihre zehnjährige Tochter übte. "Heute lernen wir auch, wie man richtig hinfällt, ohne sich zu verletzen" sagte Nicole.

Wioletta Sonntag und ihr Sohn Maxim übten das Bremsen besonders intensiv. "Wir haben in der Indoorhalle angefangen und sind bisher nur an ebenerdige und glatte Flächen gewöhnt", sagte die Mutter. Ihr Sohn hat bereits mit fünf Jahren angefangen, Inlineskater zu fahren. Dazu erläuterte Ullrich: "Kinder können mit vier Jahren langsam anfangen. Kindern in diesem Alter sollte man in der Größe verstellbare Schuhe kaufen, weil die Füße schnell wachsen und sich verändern." In mehreren Leistungsgruppen übten die Erwachsenen und Kinder den ganzen Tag, um sich in den nächsten Wochen selbstständig und sicher fortbewegen zu können.

Quelle: RP
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