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Radevormwald
Sparkasse verliert zweite Führungskraft

Radevormwald: Sparkasse verliert zweite Führungskraft
Bei dem Fototermin im Mai war die Welt noch in Ordnung (v.l.) Dietmar Persian, Michael Kühl, Christian Viebach, Thomas Palus und Johannes Mans. FOTO: Scholl
Radevormwald. Innerhalb von wenigen Tagen muss die Sparkasse den Abgang zweier Führungspersonen mitteilen. Thomas Palus vom Vorstand hat eine neue berufliche Chance erhalten. Das Geschäft der Sparkasse läuft wie gewohnt weiter. Von Wolfgang Scholl

In den Vorstand der Volksbank Ludwigsburg zieht es das 43-jährige Sparkassenvorstandsmitglied Thomas Palus. Der kommissarische Verwaltungsratsvorsitzende Christian Schütte aus Hückeswagen hat die Nachfolgesuche bereits eingeleitet. Binnen weniger Tage ist das die zweite Personalnachricht aus Führungsgremien der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen, weil Christian Viebach vor knapp zwei Wochen alle Aufgaben in den Aufsichtsgremien niedergelegt hatte. Mit Thomas Palus verlässt zum wiederholten Mal ein Vorstandsmitglied die Sparkasse - nach Uwe Sablotny (Dezember 2011) und Stefan Tengeler (März 2012) und Michael Beekes (Juli 2015).

Thomas Palus, der zum 1. Januar 2016 gewechselt war, schafft einen weiteren Karrieresprung. "Die Sparkasse hat eine Bilanzsumme von 570 Millionen Euro, die Volksbank Ludwigsburg von 1,9 Milliarden Euro. Sie liegt im Speckgürtel von Stuttgart mit der dort bekannten Wirtschaftskraft", sagt Palus. Er werde zweiter Mann in einem dreiköpfigen Vorstand mit der Perspektive, den Vorstandsvorsitz zu übernehmen. "Das ist für mich eine einmalige Chance", sagt er. Auch in Ludwigsburg werde er für den Marktbereich verantwortlich sein. Mit Blick auf Rade und Hückeswagen sagt er: "Ich habe den Vertriebsbereich aktiviert und habe meine Aufgaben ganz gut umgesetzt. Ich habe meinen Auftrag erfüllt."

Als persönlichen Schock und eine Nachricht, die er mit großem Bedauern entgegengenommen habe, kommentiert der kommissarische Verwaltungsratsvorsitzende Christian Schütte (CDU) die Nachricht vom Wechsel von Thomas Palus. Er ergänzt: "Wir haben ein langes persönliches Gespräch geführt, in dem er mir die Gründe nachvollziehbar mitgeteilt hat. Ich hätte ihn gerne länger im Hause gehalten."

Die Nachricht werde das Haus zwar nicht unbeteiligt lassen. Schütte glaubt aber, dass der Vorstand das Gespräch mit den Mitarbeitern und Kunden bald suchen werde und die Entscheidung auch verständlich machen könne. In sechs Monaten bis zum 31. Dezember könne man die neue Entwicklung gut transportieren.

Da es eine persönliche Entscheidung ist, möchte Vorstandsvorsitzender Michael Kühl den Weggang von Thomas Palus nicht kommentieren. "Das ist jetzt eine Phase, die alle Mitglieder des gesamten Sparkassenteams fordert. Das werden wir professionell angehen", sagt Kühl. Die Geschäfte liefen, wie im Mai berichtet, weiterhin gut. Das Haus sei insgesamt auf einem guten Weg. Auch der Rücktritt von Christian Viebach habe keinen Einfluss auf das operative Geschäft, da die Position ein Aufsichtsgremien betreffe und die Nachfolge zeitnah geregelt werde.

Keine weiteren Informationen gibt es zu dem Treffen zwischen Vertretern der Sparkasse und des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes. "Das ist intern", hieß es von allen Seiten.

Quelle: RP
 
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