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Radevormwald
SPD-Kritik an Schließung Sparkassenfiliale Wupper

Radevormwald. Deutliche Kritik äußert die SPD an der von der Sparkasse geplanten Schließung der Filiale an der Wupper. "Falsche Entscheidung, Ziel verfehlt und öffentliches Wohl mit Füßen getreten" - so äußert sich die stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion, Rosemarie Kötter. Das könne ja wohl nicht wahr sein. Ein ganzer Ortsteil komme in Bewegung, um seine Stärken deutlich zu machen und seine Schwächen zu beseitigen. Bürgermeister Johannes Mans und Landrat Jochen Hagt hätten sich an die Spitze der Bewegung gesetzt, um mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen. "Starke Menschen, Starkes Quartier" heißen die Zauberwörter, mit denen es nun endlich an der Wupper wieder bergauf gehen solle. "Nur bei einer öffentlichen Anstalt kommt nichts von dem an: bei unserer eigenen Sparkasse", wundert sich Kötter. Das sei ein "einzigartiger Vorgang". Von Joachim Rüttgen

"Kreditinstitute vermitteln ja schon mal den Anschein, als würden sie in einer anderen Welt leben. Dass das auch für unsere Sparkasse gelten könnte, hätte ich niemals für möglich gehalten", schreibt sie. Die Sparkassenfiliale in Dahlerau bestehe seit Jahrzehnten. Sie diente immer der Grundversorgung finanzieller Abwicklungen, insbesondere für die Menschen, die wegen mangelnder Mobilität, fehlender technischer Ausstattung oder aus Altersgründen auf ihr Konto am Ort zugreifen müssen. "Gerade sie sind darauf angewiesen, auch für ihre nicht immer großen Finanzgeschäfte mal einen fachkundigen Rat beim Gespräch am Schalter zu erhalten. Das kann man nicht einfach ignorieren", betont Rosemarie Kötter. Auch der Vorstand einer Sparkasse müsse ein sensibles Gefühl für die Kundenbedürfnisse haben, sonst sei er an der falschen Stelle. "Es kann auch keine schwerwiegenden wirtschaftlichen Gründe für diese Maßnahme geben, denn wesentliche Einsparungen sind mir nicht bekannt", schreibt sie. Anstatt das Quartier an der Wupper zu stärken, die Bürgermeister- und Landrat-Initiative zu unterstützen und vor allem den Bürgern der Wupper und damit den eigenen Kunden ihren Ortsteil lebenswert zu erhalten, schwäche diese Sparkassenentscheidung den gesamten Ortsteil maßgeblich. "Das ist unverantwortlich und völlig unangemessen. Deshalb fordere ich, ausdrücklich auch im Namen der SPD-Fraktion, die Verantwortlichen der Sparkasse auf, diese falsche Entscheidung zu überdenken und sie zurückzunehmen", betont Kötter.

Quelle: RP
 
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