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Radevormwald/Remscheid
SPD schickt Sven Wolf ins Wahlkampf-Rennen

Radevormwald/Remscheid: SPD schickt Sven Wolf ins Wahlkampf-Rennen
Bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz im Bürgerhaus Radevormwald wurde Sven Wolf zum SPD-Kandidaten für die Landtagswahl nominiert. FOTO: Schütz
Radevormwald/Remscheid. Der Unterbezirk Remscheid und der Ortsverein Radevormwald haben den Abgeordneten als Kandidaten für die Landtagswahl 2017 nominiert. Wolf will sich für altersgerechtes Wohnen einsetzen. Von Gerhard Pick

Beinahe einstimmig haben Delegierte des SPD-Unterbezirks Remscheid und des SPD-Ortsvereins Radevormwald den derzeitigen Remscheider Landtagsabgeordneten Sven Wolf als Kandidaten der Sozialdemokratischen Partei für die Landtagswahl 2017 nominiert. 49 von 52 stimmberechtigten Vertretern des Remscheider Unterbezirks und des Ortsvereins Radevormwald votierten für Wolf, es gab zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme.

Wolf durfte mit diesem klaren Votum zufrieden sein, das sich in der Eröffnung des Radevormwalder Ortsvereinsvorsitzenden Dietmar Stark sowie in der Aussprache nach Wolfs Kandidatur-Rede bereits angekündigt hatte. Statt sich unbequemen Fragen stellen zu müssen, durfte sich Wolf angesichts emotionaler Lobreden entspannt zurücklehnen. Die Weichen zur erneuten Kandidatur des bisherigen Vertreters für Remscheid im Düsseldorfer Landtag waren gestellt, die Sozialdemokraten der beiden Nachbarstädte zeigten Einigkeit im Bestreben, auch in der nächsten Legislaturperiode mit eigenem Kandidaten im Landtag vertreten zu sein.

Der einstimmig gewählte Versammlungsleiter Dietmar Stark aus Rade wies darauf hin, dass diese Wahlkreisdelegiertenkonferenz zur Landtagswahl zwar eine Premiere sei, dass die Remscheider und oberbergischen Genossen aber bei den Bundestagswahlen 1969 und 1973 bereits erfolgreich zusammengearbeitet hätten. Damals gewann der Remscheider Sozialdemokrat Kurt Wüster das Direktmandat für den damaligen Wahlkreis 68, zu dem neben Remscheid auch die oberbergischen Städte Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen gehörten. Das sei ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit der Genossen beider Städte, die zwar durch Regierungsbezirks-Grenzen voneinander getrennt seien, aber doch eine Menge gemeinsam hätten - darauf verwies Wolf, als er um Stimmen warb. "Remscheid und Rade sind zwei wunderbare Städte in der Mitte des Bergischen Landes", lobte er, beide plagten aber finanzielle Sorgen ebenso wie Infrastruktur-Probleme. Besonders am Herzen liege ihm das altersgerechte Wohnen. Er wolle einen leidenschaftlichen Wahlkampf führen. "Ich will gewinnen", sagte Wolf, "es gibt genug zu tun für beide Städte."

Was man von ihm in der Bergstadt erwartet, machte ein Radevormwalder Genosse deutlich: Sprechstunden im Bürgerbüro seien fest eingeplant, man erwarte Hilfen beim Ausbau der Kreisstraßen und Radwege. Lehrermangel an Grundschulen, eine Industriebrache und der ÖPNV erforderten Aufmerksamkeit, Rentenniveau und Mindestlohn müssten steigen. "Die Erwartungen an einen Landtagsabgeordneten sind riesig", beendete Wolf schließlich eine beinahe endlos erscheinende Wunsch- und Mängelliste.

Quelle: RP
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