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Radevormwald
SPD-Stadträtinnen wollen Kompromiss

Radevormwald. Die geplante Schließung der Sparkassen-Filiale in Dahlerau bleibt weiterhin ein Thema.

Die von der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen für den 30. September geplante Schließung der Sparkassenfilialen in Dahlerau und Bergerhof ist in der SPD-Fraktion weiter ein Thema. Ziel der vier Stadträtinnen Margot Grüterich, Rosemarie Kötter, Annette Verhees und Sigrid Augst-Hedderich ist der Erhalt der Filiale in Dahlerau. In den kommenden Tagen wollen sie den Vorstand der Sparkasse kontaktieren und um ein Gespräch bitten.

"Wir wollen versuchen, den Vorstand umzustimmen, zumindest aber einen Kompromiss erwirken", sagt Rosemarie Kötter. Von der Ankündigung der Schließung sei man Anfang Mai überrascht worden. Zusammen mit Fraktionsmitglied Hans Golombek haben die SPD-Mitglieder am 6. und 7. September jeweils eine Stunde an der Filiale an der Kirchstraße gestanden. "Es war erstaunlich, dass zwischen 10.15 und 11.15 Uhr jeweils 21 und 25 Kunden die Filiale besucht haben", sagt Golombek. Die Sparkassenspitze habe dagegen immer gesagt, die Filialen würden nicht ausreichend kontaktiert und würden zu hohe Kosten verursachen. Große Probleme sehen die Wupperaner besonders auf die älteren Leute zukommen, die mit den modernen Online-Banking-Verfahren nicht vertraut sind. In den beiden Sparkassenstellen bleiben Terminals erhalten.

Die SPD-Mitglieder sprechen den sozialen Auftrag der Sparkasse an. "Die Wupperorte sind weit weg von Radevormwald. Eine Fahrt mit dem Bus zur Innenstadt kostet mehr als fünf Euro", sagt Rosemarie Kötter. Von Bergerhof sei die Innenstadt besser zu erreichen. Immerhin würden in den Wupperorten 3500 Menschen wohnen.

14 Tage vor der Schließung der Filiale rechnen sich die SPD-Mitglieder zwar nicht mehr sehr große Chancen aus, "wir wollen aber nichts unversucht lassen", sagt Kötter. Als Kompromiss sieht die SPD eine tageweise Öffnung, zum Beispiel an einem Vormittag und einem Nachmittag. Das Haus sei, soweit bekannt, noch nicht verkauft. "Außerdem hat uns bisher immer noch keiner eine wirkliche Rechnung vorgelegt, wie viel Geld die Sparkasse wirklich einspart", sagt Hans Golombek.

Zudem habe der Sparkassenvorstand für 2016 von einem guten Ergebnis gesprochen. Das geplante Konzept "Starke Quartiere, starke Menschen" würde durch die Schließung genau umgekehrt, erklärt Rosemarie Kötter.

(wos)
 
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