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Radevormwald
Spielerisch an Orchestermusik heranführen

Radevormwald: Spielerisch an Orchestermusik heranführen
Regina Nickisch, Leiterin des Kinder- und Jugendorchesters der Feuerwehr, war gestern wieder voll in ihrem Element. Während die Kleinsten trommelten, animierte sie auch die Eltern zum Mitmachen. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Das Feuerwehrorchester machte gestern Werbung in eigener Sache und lud potenziellen Nachwuchs zum Tag der offenen Tür ein. Von Sigrid Hedderich

Der große Übungsraum ist voll mit kleinen Kindern. Sie spielen teils auf bunten Trommeln oder singen lautstark. "Ding-dang-dong, die Glocke hat geschlagen" ist zu hören. Dann plötzlich erwartungsvolle Blicke der Kleinen in Richtung Eltern. Jetzt müssten die eigentlich aktiv werden. Leiterin Regina Nickisch macht es vor: kräftiges Klatschen im Takt. Sofort werden die Hände der Erwachsenen nach oben gerissen. Ihr Einsatz kommt perfekt. Schon beim zweiten Takt und dem Refrain "Und die lieben Gäste klatschen mit" ist alles in trockenen Tüchern. Das Mini-Orchester samt Eltern und Großeltern bilden ein akustisches Gesamtbild. Schöner und klangvoller kann eine herzliche Begrüßung kaum ausfallen. Auch die nächsten Einsätze zum mit den Füßen stampfen oder mit den Fingern schnipsen sitzen. Der Tag der offenen Tür des Feuerwehrwehrorchesters in der Hauptfeuerwache kann beginnen.

Kinder jeden Alters sind gestern Mittag willkommen. Regina Nickisch, Leiterin des Kinder- und des Jugendorchesters ist in ihrem Element. Und doch, die junge, sympathische Frau behält die Ruhe. Hier wird sie gerade von jungen Helferinnen angesprochen, die für die nächsten Stunden zum Kaffee-dienst eingeteilt sind, dort fragt ein Vater nach dem Einsatz seines Sprösslings. Regina Nickisch beantwortet lächelnd alle Fragen und sammelt ihre jungen Schützlinge zur Präsentation ein. "Unsere musikalische Früherziehung haben wir schon einige Jährchen. Sie ist mit rund 35 Kindern gut besucht", erzählt sie fröhlich. Gruppen mit Krabbelkindern, im Kleinkindalter sowie Kindergarten-Kinder lässt die Musiklehrerin spielerisch an die Musik schnuppern. "Ich beobachte einige Kinder, die ich seit der Früherziehung bei uns habe und heute im Kinderorchester spielen. Das ist richtig schön", schwärmt sie.

Emma Schmidt ist eine "Musikmaus", die mit fünf Jahren schon kräftig mit der Trommel umgehen kann. Ihr Bruder Johannes lauscht beeindruckend dem Lied "Ich bin dran und jetzt ihr". Dabei trommeln die Kinder abwechselnd mit ihrer Lehrerin scheinbar um die Wette. Der Auftritt wird ein richtiger "Ohrwurm". Auch die "Früherziehungskinder" und Muttis zeigen mit ihrem "Elefanten-Lied", dass sie die Musik im Leib haben. Eltern und Verwandte können sich ein Bild von der Frühausbildung ihrer Kinder machen. Später gibt es die Gelegenheit für die Kleinen, Instrumente auszuprobieren.

Ähnliche Erfahrungen machte Nils-Malte Liersch vor zwei Jahren. Damals testete er beim Tag der offenen Tür des Feuerwehrorchesters die Trompete. "Es klappte auf Anhieb. Die Wahl fiel schon ganz früh auf Trompete", erinnert sich Mutter Pia Liersch. Heute nach nur anderthalbjähriger Ausbildung spielt der siebenjährige Blondschopf so beeindruckend, dass er auch schon im Kinderorchester seinen Platz gefunden hat. "Er ist sehr begabt ", sagt Ausbilderin Anja Richter. Derzeit unterrichtet sie sechs junge Schüler in Trompete, wünscht sich aber weiteren Zuwachs. Gestern zeigte sie mit Nils-Malte, wie eine Übungsstunde abläuft. Weitere Blas und Schlaginstrumente durften dann unter der Aufsicht der Ausbilder ausprobiert werden.

Quelle: RP
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