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Radevormwald
Stadt hat jetzt zwei mobile Sirenen

Radevormwald: Stadt hat jetzt zwei mobile Sirenen
Celine Herrera Scavello, Christoph Grimlowski (v.r.), Daniel Bleeker und Marc Bormann vom Ordnungsamt mit den beiden neuen mobilen Sirenen. FOTO: Peter Meuter
Radevormwald. Für den Katastrophenschutz hat die Stadt zwei mobile Sirenen angeschafft. Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Feuerwehr werden die Geräte bei Unglücksfällen einsetzen müssen. Die elf stationären Sirenen bleiben montiert. Von Flora Treiber

Der Katastrophenschutz in der Stadt ist gestern um zwei mobile Sirenen erweitert worden. Die Aufstockung ist Bestandteil des Ausbaus der Warnsysteme innerhalb des Oberbergischen Kreises und wird den Mitarbeitern des Ordnungsamtes bei Einsätzen auf Großveranstaltungen oder Katastrophen helfen, alle Teile der Bevölkerung zu erreichen.

Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes, hält die Überarbeitung des Bevölkerungswarnkonzepts für wichtig. "Mit dem neuen Konzept liegt der Schwerpunkt jetzt wieder auf Sirenenalarm. In Radevormwald haben wir die fest installierten nie abgebaut. Eine Erweiterung des Systems ist der richtige Weg", sagt er. In der Stadt gibt es elf Standorte, an denen fest installierte Sirenen stehen, um Sirenentöne an die Bevölkerung abzugeben. Das ist wichtiger Teil des Katastrophenschutzes, der Alarm kann aber auch in anderen Ausnahmesituationen bei Terror oder schweren Unglücksfällen ausgelöst werden.

Feste Sirenen gibt es unter anderem an der Hauptstelle der Freiwilligen Feuerwehr oder auf dem Dach des Rathauses an der Hohenfuhrstraße. Die neuen mobilen Sirenen der Firma Helin, die sich seit vielen Jahrzehnten auf Sirenen und Warnsysteme spezialisiert hat, bestehen aus zwei Teilen. Die elektronische Hochleistungssirene setzt sich aus einem Hornlautsprecher zusammen, der zum Beispiel auf Autodächern oder hohen Masten montiert werden kann, und aus einer elektronischen Steuereinheit. Mit dessen Hilfe können Sirenentöne ausgewählt werden. Die Sirenen fungieren aber auch als Lautsprecher für Durchsagen. "Das ist die Besonderheit dieser Sirenen. Sie können bereits aufgenommene Nachrichten abspielen, bieten aber auch die Möglichkeit, direkt über ein Mikrofon Kontakt mit der Bevölkerung aufzunehmen", sagt Koperwas.

Er informierte gestern die städtischen Mitarbeiter über die Bedienung. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hoffen, dass sie die Sirenen nur sehr selten, wenn überhaupt, einsetzen müssen. "Trotzdem muss man auf Katastrophen vorbereitet sein, die neuen Sirenen haben durch die starken Druckwellen eine riesige Reichweite, die sich auch für Großveranstaltungen eignet", sagt Christoph Grimlowski, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. "Bisher haben wir Durchsagen immer über ein klassisches Megafon gemacht. Das ist, je nach Wetterlage und Veranstaltung, nicht immer ausreichend", sagt Marc Bormann (Ordnungsamt).

Celine Herrera Scavello und Daniel Bleeker nahmen ebenfalls für das Ordnungsamt an der Schulung teil. Frank Jankowski, als Leiter der hauptamtlichen Feuerwehrkräfte, wird sein Team nach und nach mit der Sirene vertraut machen. Eine wird in der Hauptwache stehen, die andere kommt ins Rathaus.

Mögliche Szenarien, in denen die neuen Sirenen zum Einsatz kommen, sind laut Jochen Knorz gar nicht unwahrscheinlich. "Wir können die Sirenen benutzen, wenn Häuser oder gesamte Straßenabschnitte wegen einer Bombenentschärfung geräumt werden müssen oder ein starkes lebensbedrohendes Unwetter ansteht. Diese Fälle sind in anderen Kommunen schließlich auch schon oft aufgetreten", sagt der Leiter des Ordnungsamtes.

Die Sirenen können über den Zigarettenanzünder eines PKW mit Energie versorgt und im Notfall auch von einer Person alleine montiert und bedient werden.

Quelle: RP
 
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