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Radevormwald
Stadt informiert etwa 100 Eltern über die neue Sekundarschule

Radevormwald. Zufrieden ist Bürgermeister Johannes Mans nach den vier Infoveranstaltungen für Eltern zur Gründung einer Sekundarschule. In die GGS Bergerhof, die KGS Lindenbaum, den Grundschulstandort Wupper und die GGS Stadt waren Samstag und Dienstag etwa 100 Eltern gekommen. Weil sie sehr differenzierte Fragen gestellt hätten, ist Mans zuversichtlich, dass die Eltern die Vorteile des Schulsystems für ihre Kinder erkannt haben. Von Joachim Rüttgen

Besonders bewährt habe sich, dass sich die Stadt unabhängige Hilfe von außen geholt hat. Bei allen Veranstaltungen war der ehemalige Schulleiter und heutige Dozent an der Uni Essen Heinz Gniostko dabei, der schon zahlreiche Sekundarschul-Gründungen begleitet hat. "Er ist ein neutraler Berater mit einer hohen Kompetenz", sagt Mans. Auch die Konzeptgruppe mit städtischen Mitarbeitern (inklusive Schulsozialarbeiter) sowie Vertretern von Gymnasium, Hauptschule und Grundschule stand für Fragen zur Verfügung. "Wir wollen zeigen, wie wichtig uns die Schulform ist, und alle Fragen klären", sagt Mans.

Eine gewisse Verunsicherung bei einigen Eltern sei zu spüren gewesen. Dabei müsse allen klar sein, dass es in Rade nur Anmeldemöglichkeiten für Sekundarschule oder Gymnasium gibt - mit allen möglichen Differenzierungen und Fördermöglichkeiten und einer engen Verknüpfung zum Gymnasium. "Leichte Irritationen bei der räumlichen Situation haben wir ausgeräumt, denn es ist unser fester Wille, dass die GGS Stadt im Sommer wieder in ihr Gebäude umzieht und die Sekundarschule genügend Platz in der Hauptschule findet", sagt Mans.

Ihm sei wichtig, dass der Prozess auch nach Gründung der Sekundarschule wissenschaftlich begleitet wird - in engem Schulterschluss mit den Eltern, die in Workshops die Chance haben, die neue Schulform mitzugestalten. Mans: "Die Sekundarschule hat eine andere Philosophie, sie lässt ein intensiveres Einbringen der Interessen der Kinder zu." Sie würden nach Fähigkeiten gefördert und nicht in ein System gepresst. Eltern dürften keine Angst vor der neuen Schulform haben. Er halte es für verwerflich, was bisweilen in sozialen Netzwerken kursiere.

Wichtig sei vielen Eltern ein höchstmöglicher Bildungsabschluss sowie Flexibilität mit kleinen Klassen für differenziertere Fördermöglichkeiten. "Bildung hat immer damit zu tun, dass man sich in einem sozialen Umfeld wohlfühlt", sagt Mans. Die Sekundarschule sei eine tolle Möglichkeit, dem Reifungsprozess der Kinder adäquat zu entsprechen. Mans ist optimistisch, dass mindestens 75 Eltern ihre Kinder anmelden werden. Dafür werden sie auch nochmals angeschrieben und erhalten ein Infoblatt. Außerdem steht Britta Knorz für Fragen zur Verfügung, Tel. 02195 6804540 (täglich bis 12 Uhr).

Termine Rundgang durch die neue Schule am Zeugnistag, morgen, Fr. 29. Januar, ab 11 Uhr, Geschwister Scholl-Schule, Hermannstraße 21. Anmeldung 22. Februar, 15 bis 18 Uhr, 23. und 24. Februar, 15 bis 17 Uhr, jeweils Rathaus, 1. Etage, Blauer Salon, Hohenfuhrstraße.

Quelle: RP
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