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Radevormwald
Stadt investiert weiter in EDV der Schulen

Radevormwald: Stadt investiert weiter in EDV der Schulen
2015 gab es eine Erneuerung von Teilen der elektronischen Ausstattung der Realschule. Jetzt ist eine weitere Neuausstattung nötig, weil ein Computerraum wegen veralteter Geräte nicht mehr genutzt werden kann. FOTO: hn- (Archiv)
Radevormwald. Von den 290.000 Euro, die das Land zusätzlich für 2017 zur Verfügung stellt, werden etwa 85.000 Euro für die Datenverarbeitung und Medienpädagogik in Schulen eingesetzt. Stadt und Schulen müssen Bedarfsanalyse erstellen. Von Wolfgang Scholl

100.000 Euro wird die Stadt in diesem Jahr für die Sanierung der Decke der Sporthalle II an der Realschule (Hermannstraße) einsetzen. Weitere 100.000 Euro fließen in den Umbau von Räumen für die neuen Klassen der Sekundarschule und knapp 85.000 Euro in die Verbesserung der digitalen Infrastruktur in den Schulen.

Zu den vorgeschlagenen Arbeiten gehört auch die Einrichtung und Verbesserung von W-Lan-Anschlüssen in einzelnen Schulen. Für die neue Sekundarschule werden vier weitere elektronische Tafeln für den interaktiven, multimedialen Unterricht angeschafft, drei für die neuen Fünfer-Klassen und eine für die fünfte Sechser-Klasse.

Die alte Landesregierung hat den Kommunen unter dem Titel "Gute Schule 2020" bis 2020 zusätzliche Mittel für die Ausstattung von Schulen zur Verfügung gestellt. Radevormwald soll aus diesem Pool vier Mal etwa 300.000 Euro erhalten. Das Geld "muss die Stadt nur fördergerecht ausgeben", es ist als Darlehen ausgewiesen, dieses wird vom Land zurückgezahlt. Volker Uellenberg, Fachbereichsleiter Finanzen, erklärte dem Stadtrat zuletzt, dass die Stadt diese Mittel schon in den Haushalt für 2017 eingesetzt hatte. "Der Stadt wird über diese Summe jetzt vom Land geholfen", sagte er. Insgesamt sind Radevormwald bis 2020 Hilfen in Höhe von 1,2 Millionen Euro zugesagt worden.

Schulamtsleiter Jürgen Funke berichtete, dass die Stadt wegen der EDV-Ausstattung mit den einzelnen Schulen in ständigem Austausch stehe. Angefragt sei bei den Schulen ein jeweiliges Konzept über den Bedarf an technischer Ausstattung zur Garantie eines zukunftsorientierten Unterrichts. Aus dem Plenum des Stadtrates wurden Stimmen laut, dass in den Schulen zum Teil noch EDV-Hardware gebe, die vor Jahren geliefert, aber nicht ausgepackt worden ist.

Bernd-Eric Hoffmann (UWG) sagte, dass solche Konzepte nur Sinn machen würden, wenn die Schulen sich einbringen. Man müsse nicht in Schulen investieren, wenn bestellte Geräte nicht genutzt würden. Rolf Ebbinghaus (AL) erklärte, dass für jede Schule ein pädagogisches Medienkonzept erstellt werden müsse. "Und dieses ist jährlich anzupassen", sagte er.

Bürgermeister Johannes Mans erklärte dazu, dass der externe Berater Heinz Gniostko von der Uni Duisburg in der Schulausschuss-Sitzung am 20. Juni erste Vorstellungen für den Schulentwicklungsplan und auch die räumliche Zukunft vorstellen werde. Die jetzigen Verbesserungen seien als kurzfristige Hilfen zu verstehen. In der Sitzung würden auch Vorschläge unterbreitet, für welche Projekte die Mittel im kommenden Jahr eingesetzt werden sollen.

Ratsmitglied Armin Barg (UWG) fragte, warum die Realschule 16 neue PC und Monitore haben müsste. Dazu erklärte Jürgen Funke, dass die Schule ohne die Geräte in dem PC-Raum keinen Unterricht mehr geben könnte, die Geräte seien veraltet. Auch die 31 PC an der Wupper seien eine Ersatzbeschaffung für auszumusternde Geräte.

Quelle: RP
 
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