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Radevormwald
Stadt könnte Klimamanager einstellen

Radevormwald: Stadt könnte Klimamanager einstellen
Die E-Mobilität in der Stadt wird gefördert. Demnächst werden neben dieser E-Tankstelle auf dem Hohenfuhrplatz zwei weitere Parkplätze auf dem Parkplatz Poststraße als E-Parkplätze mit Ladestation gebaut. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Der erste Versuch 2013 war gescheitert. Jetzt bereitet die Verwaltung für die Ratssitzung eine Vorlage mit dem Inhalt vor,, einen Klimamanager mit öffentlicher Förderung einzustellen. Der Vertrag soll eine Zeit von drei Jahren haben. Von Wolfgang Scholl

Ansprechpartner für Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung, Kommunikation von Energiesparmodellen für die Stadtverwaltung, Netzwerkarbeit und, und, und ... . Das könnten Aufgaben eines Klimamanagers sein, den die Stadtverwaltung mit Förderung des Bundes für eine Zeit von drei Jahren einstellen möchte. Angesiedelt werden könnte die Stelle als Stabsstelle im Umfeld der Verwaltungsspitze.

Die Förderung beträgt nach Auskunft von Klimamanager Dr. Thomas Nonte 90 Prozent. In drei Jahren muss die Stadt einen Beitrag von etwa 22.000 Euro leisten. Nachdem die Idee, einen solchen Klimamanager 2013 anzustellen, damals an der Mehrheit des Stadtrates in den politischen Gremien scheiterte, ist sie jetzt von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wieder aufgenommen worden.

Den Kommunalpolitikern im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung berichtete der Engelskirchener Klimamanager, der dort in verschiedenen Positionen seit 2007 arbeitet und jetzt seit einigen Jahren Klimamanager ist, dass er den Begriff Klimaschutz durch Ressourceneffizienz ersetzen möchte. Ziel müsse es für eine Kommune sein, Geld zu sparen, ohne sich einschränken zu müssen. Eingebunden werden könnte die Arbeit auch in die beiden neuen Integrierten Handlungskonzepte Innenstadt und Wupperortschaften.

Dazu gehört auch, über Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand zu berichten und dafür Anträge zu stellen. "Wir, das sind sechs Klimamanager im Kreis, sind auch Bindeglieder zu zahlreichen Projektträgern", sagt Nonte. Wenn zum Beispiel Kontakt zu einem Unternehmer besteht, macht der Klimamanager zuerst eine große Wirtschaftlichkeitsberechnung. Investitionen in höhere Energieeffizienz müssen sich innerhalb weniger Jahre amortisieren. Das sei in sehr vielen Fällen aber auch gut zu schaffen.

Nach dem ersten Gespräch wird ein Spezialist eingeschaltet. "Wir arbeiten zum Beispiel eng mit dem Wuppertal-Institut, der Energieagentur, Metabolon oder auch der Industrie- und Handelskammer zusammen", sagt Nonte. Spezialisten von einer dieser Organisationen erarbeiten mit dem jeweiligen Unternehmer ein Effizienzkonzept aus.

"Das kann zum Beispiel auch ein Pflegedienst sein", sagt der Klimamanager. Für den könne Elektromobilität durchaus auch aktuell schon eine gute Alternative sein, weil nur im Umfeld der Stadt gefahren wird. Nonte geht mit gutem Beispiel voran und fährt ein E-Mobil und einen Hybrid-Pkw, der in Kombination mehrerer Energieträger angetrieben wird.

Ansprechpartner können aber auch die Vertreter der einzelnen Ämter der Stadtverwaltung sein. An dieser Stelle sieht Bürgermeister Johannes Mans die Stadt schon gut aufgestellt, weil er bei den Amtsleitern ein großes Verständnis für den Einsatz regenerativer Energie und das Einsparen von Energieträgern sieht. Ansprechpartner können dagegen auch die Hausmeister der einzelnen städtischen Gebäude sein. Sie sollen zum Beispiel bei den Schulen für einen effektiveren Einsatz der Energie werben und diesen auch durchsetzen. Laut des Engelskirchener Klimamanagers trägt sich die Stelle bereits nach wenigen Jahren, weil er große Einsparpotenziale sieht. Der Engelskirchener brachte auch die Themen Elektro-Roller und den vermehrten Einsatz von E-Bikes/Pedelecs ins Gespräch.

Quelle: RP
 
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