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Radevormwald
Stadt prüft rechtliche Maßnahmen gegen das Müllproblem

Radevormwald: Stadt prüft rechtliche Maßnahmen gegen das Müllproblem
Kein schöner Anblick: Der Müll wird wahllos auf einen Haufen geworfen. W. Scholl FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Ordnungsamt und Abfallwirtschaft sind in Gesprächen mit dem Eigentümer des Mietkomplexes an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße.

In der Dietrich-Bonhoeffer-Straße gibt es ein Müllproblem. Anwohner haben sich beschwert (die BM berichtete). Das Ordnungsamt will die Situation nun klären. Den Müllverursacher hat die Stadt aber noch nicht ausmachen können.

"Wir wissen nicht, ob die Anwohner des großen Gebäudekomplexes den Müll dort einfach abstellen, oder ob Dritte ihren Sperrmüll abladen", sagt der Leiter des Ordnungsamts, Jochen Knorz. Die Stadt will prüfen, wer für die Ansammlungen an Müll verantwortlich ist. Sie vermutet, dass die Anwohner des großen Mietkomplexes damit etwas zu tun haben. "Wir sind mit der Vermietungsgesellschaft in Kontakt", sagt Knorz. Die Gespräche liefen. "Der Vermieter ist bisher noch nicht so tätig geworden. Der Müll befindet sich auf privaten Flächen. Der Eigentümer ist verpflichtet, sie zu säubern", berichtet Knorz. Momentan schaue die Stadt, welche rechtlichen Maßnahmen sie ergreifen kann. Zudem arbeite sie eng mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband zusammen. "Die Abfuhrhäufigkeit wurde angepasst", sagt Knorz. "Das verursacht aber zusätzliche Kosten, die aus dem Gebührenhaushalt gezahlt werden müssen."

Christoph Rösgen, der Leiter der Abfallwirtschaft, erklärt: "Der Hausmüll wird weiterhin in einem normalen Turnus abgeholt. Der Sperrmüll aber öfter. Die Kollegen fahren auf ihren Touren einfach dort vorbei und sammeln ein. Das verursacht keine Extrakosten." Er vermutet, dass auch Dritte ihren Müll einfach dort abstellen. "Es liegen aber auch viele Sachen herum, die nicht zum Sperrmüll gehören, zum Beispiel Kleinteile. Die muss der Eigentümer entsorgen", sagt Rösgen. Die Mülltrennung der Mieter funktioniere nicht gut, die gelben Container seien sehr verschmutzt. Der Kontakt zum Eigentümer sei schwierig. "Wir hatten mal einen Ansprechpartner, dann mal wieder nicht", sagt Rösgen. Dem Hausmeister hätten seine Kollegen auch Infomaterial gegeben. Doch verbessert habe sich bis jetzt nichts.

(eler)
 
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