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Radevormwald
Stadt schließt Vergleich für Wülfing-Dach

Radevormwald. Ein langjähriges Verfahren um die fehlerhafte Sanierung eines Daches auf dem städtischen Wülfing-Komplex ist beendet worden. Von Wolfgang Scholl

Im Raum stand eine Millionensumme, geblieben sind 285.000 Euro. Das berichtet Bürgermeister Johannes Mans von einem Zivilprozess vor dem Landgericht Köln. Im Beisein einiger Ratsmitglieder hat de Stadt dem Vergleich zugestimmt. Der Prozess war vor vielen Jahren angestrengt worden, nachdem das Dach bei Wülfing fehlerhaft saniert worden war. "Der Ursprung liegt wohl mehr als zwölf Jahre zurück", sagt Mans. Die Stadt als Klägerin wird 75 Prozent der Kosten tragen, die Beklagte 25 Prozent. "Damit ist die Dachgeschichte endgültig abgeschlossen", sagt der Bürgermeister. Jetzt soll untersucht werden, wie die defekten Teile instandgesetzt werden können. Überlegt werden soll jetzt, ob nur Teile des Daches ausgetauscht werden oder das komplette Dach saniert werden muss. "Ich bin der Meinung, dass das Geld reichen muss, um den Schaden zu beseitigen", sagt Mans, der auch berichtet, dass vor dem Vergleich ein Wechsel des Rechtsanwalts stattfand. Beteiligt an dem jetzigen Vergleich war die Rechtsanwaltskanzlei Boesen aus Bonn, die die Stadt auch schon bei der Aufarbeitung der Wülfing-Abrechnungen, die noch nicht ganz beendet ist, begleitet.

Die Beendigung dieses Gerichtsverfahrens sieht Johannes Mans als weiteren Schritt hin zum zweiten Teil der Sanierung des Wülfing-Komplexes. Die Aufarbeitung der großen Fläche war vor einiger Zeit ins Stocken geraten und dann in Absprache mit der Bezirksregierung erst einmal ausgesetzt worden.

In den kommenden Monaten wird jetzt daran gearbeitet zu entscheiden, wie mit Wülfing weiter verfahren wird. "Wir haben mit Landrat Jochen Hagt abgesprochen, dass dann auch die Entscheidung fallen wird, ob Wülfing Teil der Quartiers-Entwicklung Wupperorte wird oder ob sie als Regionale-Projekt 2025 weiter gefördert wird. "Unser Ziel ist es, dazu im ersten Quartal ein Konzept vorzulegen und dann mit den Politikern eine Absprache zu treffen. Das Architekturbüro Böll aus Essen ist vor einiger Zeit beauftragt worden, ein realisierbares Konzept zu erarbeiten. Dieses Verfahren, sagt der Bürgermeister, ist auch mit den Vertretern der Bezirksregierung in Köln so abgesprochen. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt nach dem Auftreten fehlender und nachzuholender Abrechnungen immer einen engen Austausch mit Köln gehalten. Mans sieht die Stadt in Absprache mit Köln deshalb auf einem guten Weg.

Überlegt werden soll zum Beispiel, ob es Sinn machen könnte, auf die Regionale 2015-Mittel zu warten. "Wir haben erste Signale, dass das Sinn machen könnte, damit das Sanierungsgebiet um die umliegenden Wohnungen erweitert werden kann", sagt Mans. Auch der Kauf der noch privaten Teile der Schlosserei könnte angesprochen werden.

Bis Ende März sollen auch die Überlegungen reifen, wie mit den fehlenden Parkplätzen (benötigt werden bis zu 100) verfahren werden soll. Der Bau von Parkplätzen oberhalb des Wülfing-Geländes (oberhalb der Wülfingstraße) wird erst einmal nicht mehr weiter verfolgt, weil, so berichtet Johannes Mans weiter, es zu schwierig ist, diese Fläche zu erreichen. Man prüfe derzeit andere Optionen. Dabei wollte der Bürgermeister aber noch nicht ins Detail gehen. Eine erste Tendenz sieht er für zukünftige Nutzung im Gebäude. Wohnnutzung werde nicht weiter verfolgt, es soll versucht werden, dort Dienstleistungsunternehmen zu etablieren.

Quelle: RP
 
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