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Radevormwald
Stadt stärkt den Jugendtreff der Wupper

Radevormwald: Stadt stärkt den Jugendtreff der Wupper
Sönke Eichner (r.), Pädagogischer Leiter im Fachbereich Jugend und Bildung, stellte Jochen Pries als neuen Mitarbeiter für den Jugendtreff "life" auf der Brede vor. In Hintergrund der neue Wunschzettel der Jugendlichen. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Zum 1. November hat die Stadt für den Jugendtreff "life" im Familienzentrum Brede mit Jochen Pries einen neuen Sozialpädagogen eingestellt. Der Treff ist jetzt vier Mal pro Woche geöffnet, um Kinder und Jugendliche anzusprechen. Von Wolfgang Scholl

Die Kinder und Jugendlichen werden in der nächsten Zeit entscheiden, was im Jugendtreff "life" angeboten wird. Das ist das Ziel des neuen Leiters Jochen Pries. An einer Wand hängt deshalb ein großer Wunschzettel. Der 29-Jährige hat im Remscheider Jugendzentrum "Die Welle" und auch im "Megaphon" in Burschied gearbeitet, bevor er sich in Richtung Radevormwald verändert hat. "Ich kenne die Stadt ganz gut, weil ich Lenneper bin, aber als Jugendlicher mal eine Zeit lang in Wilhelmstal gewohnt habe", sagt Pries, der an der Katholischen Hochschule in Köln Sozialpädagogik studiert hat und das Team um Anja Sent und Britta Hallek mit einer Dreiviertelstelle ergänzt.

Da der "Neue" verschiedene Altersgruppen ansprechen möchte, wird in der ersten Zeit viel getestet. "Ich schaue, wer kommt und wer Lust hat, auch aktiv mitzuarbeiten", sagt der 29-Jährige. So stehen bereits zahlreiche Wünsche wie Sport, sehr viel Musik, Rap, Tanz oder Fotografieren und Videos auf der Wunschtafel.

Zuerst lag die Altersstruktur bei unter zwölf Jahren, inzwischen haben auch Ältere von der neuen Leitung erfahren und besuchen nach und nach die Räume, die in das Familienzentrum mit Grundschule und städtischem Kindergarten eingebunden sind. Gesteigert hat Jochen Pries in den ersten Tagen bereits auch schon die Besucherfrequenz. Waren es zuerst 15 bis 25 Gäste pro Öffnungstag, sind es im Schnitt jetzt schon 35. Dabei hat Pries auch schon eifrige Mitstreiter gefunden. Ein Mädchen kümmert sich um die Spülmaschine, andere helfen beim Einkauf von Getränken und Süßigkeiten oder unterstützen bei anderen Tätigkeiten. Das schaffe Identifikation.

"Ich möchte in der nächsten Zeit sehr viel über den Sozialraum Wupperorte erfahren und versuchen, verschiedene Zielgruppen anzusprechen", sagt Pries, der nach der Übergangszeit mit Yannick Pauly die Stelle von Susanne Peters übernommen hat. Sie hat eine Aufgabe an ihrem Wohnort angenommen. Habe sich das neue Leben im "life" positiv rumgesprochen, werde auch die Zielgruppe der 14- bis 16-Jährigen oder Älteren den Weg in die beiden Jugendräume finden. Dabei sieht der Sozialpädagoge es als selbstverständlich an, dass Grenzen und Regeln (keine körperliche Gewalt, kein Rassismus und Sexismus) für den ordentlichen Umgang miteinander selbstverständlich sind.

Pries sieht sich im klassischen Sinne als Dienstleister, der in den kommenden Jahren gerne Kontinuität vermitteln möchte. Dieses Ziel verfolgt auch Sönke Eichner, Pädagogischer Leiter im Fachbereich Jugend und Bildung. Da zur Infrastruktur des Familienzentrums eine Turnhalle gehört, kann sich Sönke Eichner dort Angebote vorstellen, die vielleicht erst um 22 Uhr beginnen. "Das muss wachsen. Wir sind zuversichtlich, dass sich der Treff ,life' wieder positiv entwickeln wird", sagt Eichner.

Da sich Jochen Pries mit Sport, Musik und neuen Medien auskennt, soll er in Projekte mit den Jugendräumen im Bürgerhaus eingebunden werden. Das gilt auch für den Ferienspaß im kommenden Sommer. Zwei Wochen lang hat der neue Sozialpädagoge die Jugendräume im Bürgerhaus kennengelernt. Jetzt liegt der Schwerpunkt aber erst einmal wieder in der Arbeit im "life" auf der Brede.

Quelle: RP
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