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Radevormwald
Stadtbücherei wird noch moderner

Radevormwald: Stadtbücherei wird noch moderner
Sie bereiten sich ab heute auf die neuen Bücherei-Programme vor (v.l.): Christiane Stein-Hausmann, Natali Kloppert, Sabine Unbehaun und Erika Grützner (sitzend). Neueröffnung ist am Donnerstag, 12. November. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Mit neuen EDV-Programmen geht die Stadtbücherei einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft. Nach der Neueröffnung am 12. November wird die Suche nach Büchern einfacher. Aber auch die "normale" Ausleihe wird nicht vergessen. Von Wolfgang Scholl

Von heute bis zum kommenden Mittwoch heißt es für die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei, neue elektronische Systeme kennenzulernen. "Wir erhalten sowohl neue Geräte als auch neue Programme", sagt Erika Grützner, die sich in den vergangenen Wochen bereits mit der Umstellung vertraut gemacht hat. Eingesetzt wird dieses System bereits in der Nachbarstadt Wipperfürth.

Seit 2008 arbeitet die Radevormwalder Bücherei mit elektronischer Unterstützung, seit einiger Zeit auch mit dem System "Bergische Onleihe". In Zukunft soll es noch einfacher sein, vom Tablet oder Smartphone Bücher oder andere elektronische Medien auszuleihen. "Theoretisch muss ein Kunde von uns nur einmal im Jahr zu uns kommen und seine Ausweiskarte freischalten", sagt Stadtbücherei-Leiterin Christiane Stein-Hausmann und ergänzt, dass das Rader Angebot auch von Gästen aus Hückeswagen oder Remscheid-Lennep genutzt wird. Für Erwachsene betragen die Kosten für die Jahreskarte zwölf Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren fünf Euro.

Mit einer 60-prozentigen Förderung des Landes werden jetzt aber 11.000 Euro eingesetzt, um die Arbeit für die Mitarbeiterinnen und die Ausleihe zu vereinfachen und zum Beispiel auch über Neuerscheinungen in einem Buch-Karussell zu informieren. "Es soll noch einfacher werden, Bücher auch bei anderen Bibliotheken per Fernausleihe zu bestellen und vorher zu recherchieren", sagt Erika Grützner. Parallel dazu wird der Kunde demnächst erkennen können, wenn er zum Beispiel ein Werk von Harry Potter sucht, ob es dieses als Buch, als Hörbuch oder Film gibt und wann und wie er es für sich nutzen kann. Man biete ab kommender Woche ein verbessertes 24-Stunden-Angebot.

"Es gibt auch immer mehr Ältere, die nicht mehr so mobil sind und sich Lesehilfen angeschafft haben, mit denen sie, elektronisch unterstützt, besser lesen können", sagt Stein-Hausmann. Auch für diese Kunden soll das neue System einfacher werden.

Die Bücherei-Leiterin betont aber auch, dass man selbstverständlich die "normale Ausleihe" von Büchern nicht vergesse. Sie macht immer noch bis zu 90 Prozent der Arbeit aus. "Wir verleihen weniger E-Books als gedacht", sagt Stein-Hausmann. Auch für das kommende Jahr stehen ihr wieder 21.500 Euro für Neuanschaffungen und ein Veranstaltungsprogramm zur Verfügung. Davon sollen weiterhin auch potenzielle Bestseller oder Folgeschichten von Serien für Kinder angeschafft werden.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes wollen die bergischen Bibliotheken im kommenden Jahr zusätzlich einen Schwerpunkt auf Medien für Flüchtlinge legen. "Es sollen Wörterbücher und Lehrmittel für Kinder und Jugendliche angeschafft werden, damit sie sich mit der deutschen Sprache besser vertraut machen können", sagt Stein-Hausmann. Die Federführung liegt bei der Bücherei in Gummersbach. Parallel dazu wird es die Lese-Start-Programme für Kinder ab drei Jahre (mit Eltern oder Großeltern), die Werbung in den Kitas und Grundschulen und Vorlesestunden geben. "Es bleibt eine wichtige Aufgabe für uns, dafür zu werben, dass kleinen Kindern vorgelesen wird und Schulkindern später der Weg zum eigenen Lesen erleichtert wird", sagt Christiane Stein-Hausmann.

Bücherkisten für die Grundschulen und kostenfreie Leserausweise für Erstklässler sind weitere Beispiele. Auch beteiligt sich Radevormwald wieder am bundesweiten Vorlesetag am 20. November, bei dem intensiv und öffentlichkeitswirksam geworben wird.

Quelle: RP
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