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Leben & Lernen
Hochkonzentriert in die Welt der Mangas abgetaucht

Leben & Lernen: Hochkonzentriert in die Welt der Mangas abgetaucht
Auch die 13-jährige Margareta (im Vordergrund) malte gestern Morgen konzentriert ihre Mangas und stellte dabei enorme Kreativität unter Beweis. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. RADEVORMWALD (rue) In der Stadtbücherei gibt es mit Mangas und Comics neue Medien für Kinder und Jugendliche, die einen niederschwelligen Einstieg in die Welt der Bücher und der Sprache ermöglichen. Zu dem Projekt, an dem sich viele bergische Bibliotheken beteiligt haben, gehören auch Workshops und Lesenächte rund um "Graphic Novels".

Gestern tauchte die Klasse 6d der Sekundarschule in die Welt der Mangas ab und lernte mit Alexandra Völkel, wie man eigene Charaktere zeichnen und sie auf einem Blatt Papier zum Leben erwecken kann. Die Künstlerin, die an der Folkwang Universität der Künste Design und Kunst studiert, hat als Schülerin ihre Leidenschaft für Mangas entdeckt. Mittlerweile werden ihre Comics verlegt und ihre Bücher von unzähligen Comicfans gelesen. Mit Hilfslinien und einer kurzen Einführung in die Proportionen brachte sie den Schülern bei, selbstständig Manga-Figuren zu zeichnen, die viele aus Fernsehsendungen oder Computerspielen kennen. "Der Workshop ist so aufgebaut, dass die Kinder schnell ein Erfolgserlebnis haben und nach einer Stunde eine eigene Figur malen können. Wir gestalten heute Lesezeichen, die sie dann mit nach Hause nehmen können", sagte Alexandra Völkel. Bei den Schülern der Sekundarschule erweckte der Workshop in der Stadtbücherei viel Kreativität und Konzentration. Alle waren konzentriert bei der Arbeit und versuchten, die berühmte Manga-Optik selber umzusetzen. Daria zeichnet in ihrer Freizeit viel und gestaltete ihr Lesezeichen mit selbst erfundenen Charakteren. "Ich habe meine Zeichenmappe mitgebracht, um heute an meinen Figuren weiterzuarbeiten. Vielleicht werden meine Comics auch irgendwann mal veröffentlicht", sagte die Schülerin. Leonie und Sarah hangelten sich an den Vorgaben entlang und waren stolz auf ihre ersten Manga-Zeichnungen. "Ich male einen Hasen im Mangastil. Ob ich heute noch fertig werde, weiß ich nicht", sagte Sarah.

David Maponya und Gertrud Wernscheidt waren überrascht über die schnellen Erfolge ihrer Schüler und vom Workshop begeistert. "Wir werden die Lesezeichen im nächsten Kunstunterricht fertig stellen und uns noch einmal über die Manga-Kunst unterhalten", sagte die Kunstlehrerin, bevor Alexandra Völkel die Lesezeichen mit "buntem Manga-Kitsch" verzierte. Bunte Lesebändchen werden jetzt aus den Büchern der Schüler herausgucken.

Christiane Stein-Hausmann, Leiterin der Stadtbücherei, hofft auf eine gute Resonanz für die neuen Medien. "Mit Mangas wollen wir noch mehr Kinder zum Lesen bringen", sagte sie. Auch die Realschule nahm gestern mit einer Klasse an dem Workshop teil.

Quelle: RP
 
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