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Vereinsticker
HSG setzt auf eigenen Nachwuchs

Vereinsticker: HSG setzt auf eigenen Nachwuchs
Berichteten über den Handball (vorne v.l.): Roland Huckenbeck, Klaus Elle, Roger Feldermann, Gerhard "Mutz" Remahne und Jürgen Ferner; hinten (l.) Jörg Stursberg und Klaus Steinmüller. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. RADEVORMWALD (resa) Erinnerungen an alte Zeiten und ein optimistischer Blick in die Zukunft: Zum Auftakt der Handballsaison hatte die HSG Radevormwald/Herbeck zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Bevor die Herren der Handballer gegen den Vohwinkler STV antraten (28:30), kamen Vereinsvertreter und ehemalige Handballer im Foyer ins Gespräch. Viel habe sich seit damals verändert,

als Schiedsrichter noch das Spiel abbrachen, weil es in der Halle zu laut war, stellte Klaus Elle fest. Der langjährige TSV-Spielertrainer befand: "Da hat sich heute ein Zirkus und viel Drumherum entwickelt." Es schade der Konzentration der Spieler, wenn ständig Musik eingespielt werde. Jedes Spiel sei heute allerdings auch ein Event, entgegnete Klaus Steinmüller, der HSG-Vorsitzende. Deswegen gebe es eben auch Programm und Verpflegung. An vergangene Zeiten, große Spiele und spannende Derbys zwischen dem TSV Radevormwald und dem TV Herbeck erinnerten Gerhard "Mutz" Remahne und Jürgen Ferner. Der eine spielte viele Jahre für den TSV, der andere 63 Jahre lang beim TV Herbeck. "Das Beste waren die Derbys zwischen Rade und Herbeck", erinnerte sich Ferner lachend. Hunderte Fans verfolgten die spannenden Spiele, in der Halle habe es gebrodelt. "Dieses Feindbild aus der Nachbarschaft hat die Spieler auch nach vorne gebracht", erinnerte Herbeck-Vorsitzender Roger Feldermann. Erste Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit hätten die Vereinsvorsitzenden aber bereits 1987 geführt. "Damals hatten wir allerdings nur die Jugendarbeit im Blick", erinnerte sich Ferner. Es kam anders: Und erst elf Jahre später besiegelten Rade und Herbeck die Spielgemeinschaft.

Gemeinsam wollen sich die Vereine nun auch der Zukunft stellen: Viele Langzeitverletzte allerdings trüben die gute Stimmung. "Wir setzen auf unseren eigenen Vereinsnachwuchs", bekannte Klaus Steinmüller. Schon früher hätten die Rader Handballer mit starken Eigengewächsen aufgetrumpft. Geld für teure, auswärtige Spieler habe die HSG nicht. "Aber die Jugend entwickelt sich, wir brauchen nur etwas Zeit", befand Klaus Elle.

Gefördert wird das Jugendprogramm laut Roland Huckenbeck vom Förderverein künftig durch die neue Jugendkoordinatorin Jessica Bregazzi. Das gemeinsame Ziel sei, dass mehr Spieler aus der Jugend in die "Erste" aufsteigen. So konnte auch der Altersdurchschnitt von 22 Jahren in der "Ersten" langfristig gesenkt werden. "Wir glauben, dass das unsere Zukunft ist", sagte Huckenbeck.

Quelle: RP
 
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