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Drago Mocambo
Kaffeeröster bekennt sich zu Rade

Radevormwald. Ein Stückchen italienische Lebenskultur mitten im Industriegebiet an der Röntgenstraße - klingt komisch, ist aber möglich. Und dass dem tatsächlich so ist, wissen viele Radevormwalder gar nicht. Denn gleich links hinterm Kreisverkehr in Richtung Halver (B 483) befindet sich die Kaffee-Rösterei Drago Mocambo, 1985 von Giuseppe Drago gegründet, und seitdem als Familienbetrieb darum bemüht, den italienischen Lifestyle rund um Espresso, Cappuccino und Café Crema zu verbreiten. Pünktlich zum 30. Geburtstag wurde im August der Anbau fertiggestellt, an einem Tag der offenen Tür präsentierte die Familie Drago gestern ihre neuen Räume.

Es ist der Erfolg der Kaffeeproduktion in Radevormwald, der die Erweiterung der Geschäftsräume nötig gemacht hat, wie Verkaufsleiter Maurizio Caccamo bestätigte: "Wir hatten ein akutes Platzproblem. Das hat das Architekturbüro Vollack aus Ratingen wunderbar gelöst." In der Tat wirkt vor allem das neue Kundenzentrum einladend. Wurde früher der Kaffee noch quasi in der Lagerhalle verkauft, können Kunden heute Platz nehmen, einen Espresso genießen und dann in aller Ruhe ihren Geschäften nachgehen. "Das neue Kundenzentrum hat einen entscheidenden Vorteil - es präsentiert den Markennamen direkt zur Straße hin, auf sehr ansprechende Art und Weise", sagt Heiko Hensing, Partner bei Vollack und von Anfang an mit dem Projekt Drago Mocambo befasst. Dabei war Hensing zu Beginn seiner Tätigkeit bei Mocambo eigentlich passionierter Teetrinker. "Ich habe mich beim ersten Gespräch gefragt, was ich wohl sagen soll, wenn mir Familie Drago einen Kaffee anbietet", erzählt er schmunzelnd. Es war wohl ein Kaffee mit Überzeugungskraft: "Mittlerweile beziehen wir bei Vollack unseren Kaffee auch aus Rade.", sagt er.

Die Rader waren interessiert, das war eindeutig zu sehen - und das freute Caccamo sehr: "Wir möchten unser Unternehmen noch bekannter machen. So viele Leute hatten wir nicht erwartet." Zu erleben gab es für die Besucher aber auch einiges. Unter anderem den Weg der Kaffeekirsche aus dem Jutesack bis zur Röstmaschine bei Führungen durch den Betrieb. 1,4 Millionen Euro hat sich Drago Mocambo die Standorterweiterung kosten lassen - auch dies ein Bekenntnis zu Radevormwald. Mit dabei enthalten sind auch ein Schulungs- und ein Präsentationsbereich im Obergeschoss. "Dort können Interessierte nicht nur Kaffee kaufen, sondern sich auch zum Barista schulen lassen", erzählt Caccamo stolz.

WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
 
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