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Blickpunkt Wirtschaft
Lebenshilfe eröffnet eine neue Betreuungsstelle fürs Bergische

Radevormwald. BERGISCHES LAND (wsb) Axel Pulm, Geschäftsführer der auch für Rade zuständigen Lebenshilfe, war sich bei der Eröffnung des neuen heilpädagogischen Arbeitsbereiches an der Kölner Straße 30-36 in Wermelskirchen ganz sicher: "Diese neue Betreuungsstelle für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen ist einzigartig in Nordrhein-Westfalen." Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Rhein-Wupper betonte, dass viel Überzeugungsarbeit notwendig war, um dieses Projekt zu realisieren. "Die Menschen müssen mitten in die Welt", sagte Bereichsleiter Martin Plug und fügte hinzu: "Dafür ist ein Standort mitten in der Stadt einfach optimal."

Denn zu einer optimalen Betreuung gehört neben der Betreuung und der Beschäftigung in den Räumen der Lebenshilfe auch ein Spaziergang durch die Stadt. Dazu gehört einkaufen gehen und auch mal ein Eis essen oder in einem Straßencafé Kaffee und Kuchen zu genießen. Neu ist auch, dass eine Mitarbeiterin mit Beeinträchtigungen die Aufgabe einer Betreuungsassistentin erhalten hat. Sie unterstützt die professionellen Kräfte, die sich um neun behinderte Menschen, die in der Werkstatt Lebenshilfe tätig sind, kümmern. "Die Behinderten sind normalerweise in der Montage, in der Produktion oder mit Verpackungsarbeiten beschäftigt. Ein weiterer Bereich ist die Gastronomie im Hallenbad. Ganz neu kommt jetzt der Bereich Pflege und Betreuung hinzu", sagte Axel Pulm.

Es ist zu beobachten, dass diese Mitarbeiterin sich liebevoll und mit viel Zuwendung um die Behinderten kümmert. Die ersten Erfahrungen sind so gut, dass eine zweite Stelle in Planung ist. Der Geschäftsführer bedankte sich bei dem Ehepaar Hanna und Rolf Körschgen, die als Bauträger die Räume gestaltet haben und die Werkstatt Lebenshilfe mit einer günstigen Miete unterstützen.

"Der Tag beginnt immer mit dem Morgenkreis", sagte Gruppenleiterin Nadine Höller. "Dann wird der Tagesablauf besprochen." Geübt werden leichte Verpackungs- und Montagearbeiten. Zwischendurch gibt es Bewegungsübungen, Musik oder künstlerisches Arbeiten. Wem das zu viel wird, kann sich in einen kleinen Nebenraum zurückziehen. Der Raum kann abgedunkelt werden, es gibt dort Musik und entspannende Lichtprojektionen. "Mittendrin statt nur dabei" - nach diesem Motto ist der Standort mitten in der Innenstadt von Wermelskirchen sicher optimal.

Quelle: RP
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