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Gut Gemacht
Lenkungsgruppe koordiniert ehrenamtlich Flüchtlingshilfe

Radevormwald. RADEVORMWALD (wos) Seit dem vergangenen Jahr gibt es in Rade eine große Gruppe an ehrenamtlichen Kräften, die sich mit vielfältigen Aktivitäten in die Betreuung der Flüchtlinge einbringt. Es gibt zum Beispiel Deutsch-Kurse, Hilfe bei der Einrichtung von Zimmern und Wohnungen, die Aufbereitung von Kleidern oder Unterstützung bei der Eingewöhnung in die neue Kultur.

Kritik war besonders bis zum Herbst laut geworden, dass die Stadt die Koordination dieser Kräfte nicht ausreichend übernimmt und diese auf sich alleine gestellt sind.

Im Spätsommer ist eine neue Gruppe ins Leben gerufen worden. "Durch diese Lenkungsgruppe, an der auch Horst Kirschsieper beteiligt ist, haben wir eine gute Verbesserung geschafft", sagt Sebastian Michaelis, Sozialarbeiter der Stadtverwaltung. Beteiligt sind unter anderem Vertreter von Kirchengemeinden, der Caritas und der Wupperorte, Bernd Hermann (Mittagstisch im Wartburghaus), jeweils ein Mitglied des Sozialausschusses und des Seniorenbeirats. "Wir haben bis zu zwölf Leute", sagt Jochen Knorz, Fachbereichsleiter Soziales und Ordnung. In den Treffen werden Lösungsansätze und Verbesserungen erarbeitet, auch für die Deutsch-Kurse und deren Aufteilung. "Wenn es Probleme gibt, dann können wir sie lösen", sagt Knorz. Bürgermeister Johannes Mans betont, dass es wichtig ist, bei Problemen so früh wie möglich tätig zu werden. Versucht wird, die Hilfe zu koordinieren, aber die jeweiligen Gruppen selbstständig arbeiten zu lassen.

Mit der gestiegenen Zahl der Flüchtlinge ist auch die Aufgabe der Betreuung gewachsen. "Das hat schon zu psychischen Problemen und Überlastung bei ehrenamtlichen Betreuern geführt", sagt Knorz. Zum nächsten Treffen der Lenkungsgruppe ist deshalb der Leiter der Psychosozialen Einrichtung für den Nordkreis, "Herbstmühle", Ansgar Nowak, eingeladen worden. Er soll Anleitungen und Hilfsansätze vermitteln, wie den ehrenamtlichen Kräften so geholfen werden kann, dass sie nicht ausbrennen oder den Spaß an ihrer Freizeittätigkeit verlieren.

"Das ist eine sehr wichtige Aufgabe", sagt Sebastian Michaelis. Eine Möglichkeit, Hilfestellung zu bieten, ist die Supervision auch ehrenamtlicher Arbeit, die auch Polizisten und Feuerwehrleute angeboten wird.

Quelle: RP
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