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Lkw für Shanghai an der Wupper getestet

Radevormwald. RADEVORMWALD (wos) Die Mitglieder des Fördervereins Wupperschiene sind auch im Winter aktiv. Schließlich verfolgen sie das Ziel, dass in diesem Jahr endlich ein Zug von Wuppertal-Rauental (Oberbarmen) bis Radevormwald fahren kann. Die Diesellok des Vereins soll jetzt in einer Spezialwerkstatt der Deutsche Bahn AG Köln-Gremberg repariert werden, damit sie die Fahrerlaubnis bekommen kann.

Erfolgreich war der Verein bei der Waggonsuche. In Bremen ist ein Wagen gekauft worden als Holzklassefahrzeug, so wie er auch früher auf der Strecke gefahren ist. "Ein Mitglied hat zusätzlich einen Büfett- und Barwagen erworben, der dazu passt", sagt der Fördervereins-Vorsitzende Ulrich Grotstollen. Wenn der Wupperschienen-Waggon die Hauptprüfung übersteht, könnte er auf der Strecke eingesetzt werden - sofern dann auch der Hangrutsch kurz vor Wuppertal-Beyenburg beseitigt ist. "Uns ist das ökologische Gutachten so zugesagt worden, dass wir unter Erfüllung der Auflagen die Arbeiten wohl noch zum Ende des Winters ausschreiben können", sagte Grotstollen. Untersucht wird auch die Brücke in Wuppertal-Oede. "Sie ist die letzte Brücke, die wir auf der Strecke noch ertüchtigen müssen", sagte Grotstollen. Die Kulturstiftung NRW und die Denkmalschutzbehörden sind eingeschaltet.

Auf der Strecke ist in der vergangenen Woche ein ganz besonderes Fahrzeug unterwegs gewesen. Es handelt es sich um ein spezielles Brückenprüffahrzeug in Zweiwegeausführung. Der Lkw kann sowohl auf der Straße als auch auf Schienen fahren. Der Daimler Benz ist vom Unternehmen Moog aus Baden-Württemberg mit einem Spezialauflieger versehen worden, so dass ein Brückenbauwerk von unten inspiziert werden kann.

Dieses Unikat ist für die Metro in Shanghai (China) bestimmt, für Arbeiten an Brücken mit Lärmschutzwänden und Oberleitungen, während gleichzeitig auf dem Nachbargleis noch Fahrten stattfinden können. Daraus resultierend kommt das Gerät auch ohne ein Kontergewicht aus, das stark auskragt. Der Spezialaufbau ist vom Unternehmen Zweiweg aus Leichlingen auf die Lkw-Plattform montiert worden. Der Testlauf mit Prüfung der Funktionsfähigkeit fand wegen der Nähe und durch den Brückenreichtum der Wupperschiene im Bergischen statt. Getestet worden ist an der Brücke Vogelsmühle. Nach vier Stunden umfangreicher Tests, die erschwerend unter Winterbedingungen stattfanden, aber erfolgreich verliefen, steht nun einer Auslieferung nichts mehr im Weg. Das eine Millionen Euro teure Fahrzeug wird über Bremen nach Fernost verschifft.

Quelle: RP
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