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Musikalisch
Orgelmusik beschert Zuhörern besinnliche Klänge

Radevormwald. RADEVORMWALD Töne des Triumphs und der Freude eröffneten am Nachmittag des Ostermontags das Konzert in der Martini-Kirche. Das als Gesangslied in der österlichen Zeit der Gemeinde bekannte "Christ ist erstanden" zeigte sich akustisch als ein vielfältiges Werk in fünf Tempi von Gustav Gunsenheimer. An der von-Beckerath-Orgel hatte Antje Ney Platz genommen. Die aus Hanstedt angereiste Kantorin dürfte sich dabei gleich zu Hause gefühlt haben. Vor genau zwei Jahren konnte das neue Kircheninstrument eingeweiht werden, nachdem Antje Ney es auf Herz und Niere geprüft und seine Freigabe erteilt hatte. Antje Ney war nicht der einzige Gast aus dem Norden, sie hatte Gudrun von Hering aus Kiel zu einem gemeinsamen Konzert mitgebracht. Sie begleitete die Organistin auf der Trompete.

"Wir spielen immer mal wieder gemeinsam ein Konzert", erzählten die beiden Musikerinnen. Gemeinsam hatten sie auch das Programm zu dem Osterkonzert in Rade zusammengestellt und mit der Gemeinde abgestimmt. "Wir haben vielfältige Werke ausgewählt und auch sehr ruhige", sagte Antje Ney. Vermutlich lag ihr besonders am Herzen, den facettenreichen Charakter den Konzertbesuchern wiederholt präsentieren zu können. Nach dem Entre "Maestoso", bei dem die Orgel die Ostergeschichte musikalisch zu erzählen wusste, unterstrich die Trompete deren markante Stellen. Ruhige Passagen, lebhafte, wie auch schnelle Züge wechselten sich ab.

Ganz auf die Orgelmusik konzentrieren konnten sich die Besucher dann auch. "Christ lag in Todesbanden" in Cantio sacra, von Samuel Scheidt, schien auf die neuen Orgelpfeifen fast schon maßgeschneidert zu sein. Sanft, fast zärtlich zeigte sich die Klangfarbe, dann wieder im Kontrast kräftig und präsent. "Dieses Stück ist ein Werk, das ich gerne spiele, besonders auch die Toccata im Anschluss", sagte die Kantorin. Auch hier zeigte sich die Möglichkeit, einmal alles aus dem Instrument herauszukitzeln.

Ähnlich wie die Melodie eines Wasserfalls, zeigte sich die Toccata in d-moll von Dietrich Buxtehude. Die Besucher konnten hören, wie rasch sich die Finger von Antje Ney auf den Tasten bewegten. Es war wieder die Orgel, die feierlich erklang, als die Gemeinde zum Mitsingen aufgefordert waren. "Jesus Christus, unser Heiland" war das Gemeinschaftswerk bei dem Konzert, wie später der Gemeindegesang zu "Wir wollen alle fröhlich sein".

Das Duo aus Orgel und Trompete bescherte den Konzertbesuchern noch besinnliche Werke der Klassik und auch Zeitgenössisches. "On eagles wings" , bekannt als "Auf Adelers Flügeln" , bearbeitet von Sue Mitchell-Wallace und John Head, war das jüngere Stück, das zum Lauschen entführte. Von Felix Mendelssohn Bartholdy war es das ruhige Allegro in B-dur.

Mit einem flotten dreiteiligen Concerto D-dur von Guiseppe Torelli (Bearbeitung für Trompete und Orgel von Heinz Zickler) beendeten die Damen das Orgel-Trompetenkonzert. Hier zeigte sich noch einmal der akustische Glanz der Orgel, verfeinert mit dem Trompetenklang, zum Allegro und Adagio.

"Wir haben uns beide sehr auf das Konzert gefreut", sagten die Musikerinnen. Mit der Freude standen die beiden dann auch nicht alleine da. Es gab kräftigen Beifall in der gut gefüllten Kirche an der Uelfestraße. Die Gebete und die Lesung zwischen den Programmpunkten sprach Christoph Nickisch. SIGRID HEDDERICH

Quelle: RP
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