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Aktiv 55 Plus
Seniorenvertreter dürfen sich ihre Ideen "stehlen"

Radevormwald. RADEVORMWALD Ideen "stehlen" ausdrücklich erlaubt: So ließe sich das Hauptanliegen der Veranstalter der Regionalkonferenz der Seniorenvertreter beschreiben. 33 Besucher aus dem Regierungsbezirk Köln kamen jetzt nach Radevormwald, um Ideen auszutauschen und sich gegenseitig zu ermutigen, die Rechte von Senioren zu stärken. Einmal jährlich wird die Versammlung in jeweils wechselnden Städten durchgeführt. Wegen der 700-Jahr-Feier der Stadt Radevormwald durften die hiesigen Seniorenvertreter in diesem Jahr als Gastgeber fungieren, wobei sie von Seiten der Stadt mit den Räumen und der Verpflegung der Gäste unterstützt wurden.

Den Seniorenbeirat gibt es seit sieben Jahren, und er kann bereits einige Ergebnisse vorweisen. Wolf-Rainer Winterhagen als Vorsitzender freute sich über die 33 Seniorenvertreter, die Ideen zur Verbesserung der Lebenssituation in ihren Städten austauschten. Dr. Martin Theisohn, stellvertretender Vorsitzender der Landesseniorenvertretung NRW, leitete die Veranstaltung, die vor allem das Thema der politischen Teilhabe von Senioren beinhaltete. "Wir haben dieses Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln besprochen und in Arbeitsgruppen besprochen, welche Aufgaben Senioren übernehmen können und sollen", sagte er.

Alle Gäste sind in ihren eigenen Städten in Seniorenvertretungen tätig und geben ihre Erfahrungen und ihr Wissen gerne weiter. Wichtig ist die politische Teilhabe, sagte Theisohn, vor allem im gesellschafts- und sozialpolitischen Bereich. "Wir wollen beraten, aber auch Angebote für Treffs, Tanznachmittage oder Seniorenfahrten organisieren", sagte er. "Die Seniorenvertretungen müssen die Fragen, die an uns gestellt werden, in die Kommunalpolitik bringen."

Auch die Beschlüsse, die auf der jüngsten Landeskonferenz verabschiedet wurden, wurden vorgestellt, damit die Bezirksvertreter auf deren Umsetzung drängen können. Dazu gehört zum Beispiel der Einbau von akustischen Signalen an Ampeln oder die Einhaltung von Ruhezeiten auf Friedhöfen.

Radevormwald hat unter 163 Städten in NRW, die einen Seniorenbeirat haben, eine Vorreiterrolle. "Hier gibt es in jedem politischen Ausschuss eine Vertretung des Seniorenbeirates", sagte Winterhagen stolz. "Das ist in vielen Städten keineswegs selbstverständlich."

Ohnehin hat Rade als einzige oberbergische Stadt überhaupt eine Seniorenvertretung. Ein Grund für eine interessierte Bürgerin aus Hückeswagen, der Veranstaltung beizuwohnen. Sie würde in ihrer Heimatstadt gerne selbst einen Seniorenbeirat gründen und konnte sich passend zum Hauptanliegen der Veranstaltung "Ideen stehlen erlaubt" Anregungen mitnehmen.

MARION GERDEL

Quelle: RP
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