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Radevormwald
Stadtwerke bauen weiter Eigenkapital auf

Radevormwald. Im Jahr 2014 hatte Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Behler das Ziel ausgegeben, die Eigenkapitalquote von 19 auf 30 Prozent zu erhöhen. Dem Ausschuss für Eigenbetriebe berichtete er jetzt, dass man eine Quote von 22,4 Prozent erreicht habe und bis 2019 die "30" erreiche. Damit sollen die Stadtwerke (SWR.) in die Lage versetzt werden, in zukunftsfähige Märkte investieren zu können. Behler erläuterte, dass sein Haus früher 30 Prozent in die Erneuerung der Wassersparte eingesetzt habe, heute seien dies 70 Prozent. Das Ergebnis sei, dass sich die Schadenshäufigkeit stark verringerte und die Wasserverluste stark zurückgegangen sind. Bei einem Jahresüberschuss von 2,45 Millionen Euro berichtet Behler für 2016 vom besten Geschäftsjahr in der Geschichte. Ziel sei es weiterhin, bei Investitionen in einem Schritt in Gas, Wasser und Strom zu investieren, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Man versuche, die beste Abstimmung mit der Stadt zu finden, damit die Einschnitte durch Tiefbauarbeiten so gering wie möglich sind. An der Kaiserstraße (östlich Markt) habe man Häuser an das Gasnetz angeschlossen. Deshalb gab es dort einige Tage eine Baustelle. Auch mit Hilfe eines neuen Internbetauftritts wolle man die Kunden zeitgemäß ansprechen und informieren. "Bei der Kundenfrequenz geht die Tendenz verstärkt in Richtung Internet", sagt Behler.

Einen starken Blick richten die SWR. auf die Photovoltaik- und Stromspeicheranlagen. In einigen Fällen läuft die Förderung aus. "Da bieten wir neue Lösungen an", sagt Behler. Forciert wird auch die Fortbildung und Zusammenarbeit vor allem mit jungen Handwerkern, "weil die älteren Betriebe derzeit wohl ausreichend gefüllte Auftragsbücher haben". Mit der Wohnungswirtschaft arbeite man an einer effektiveren Verwaltung von Gas- und Stromzählern. Behler berichtete von einer Tendenz, dass ehemalige Kunden zurückkommen würden, weil andere Anbieter manchmal versteckte Kosten hätten. "Dabei können wir Kunden nur über die Vertrauensbasis binden." Mit Blick auf die Zukunft sagt er, dass beim Strom die dezentrale Versorgung eine größere Rolle spielen wird - mit intelligenten Netzlösungen.

(wos)
 
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