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Radevormwald
Starke Quartiere - Bewerbung erfolgreich

Radevormwald: Starke Quartiere - Bewerbung erfolgreich
Jochen Pries ist als Sozialarbeiter unter anderem im Jugendtreff "life" auf der Brede für die Stadt in der Jugendarbeit tätig. Hier kickt er mit Leon, Joshua, Jonas, Luka und Julian (l.). FOTO: moll (archiv)
Radevormwald. Eine eigens eingerichtete Gruppe im zuständigen Ministerium in Düsseldorf hat Handlungskonzepte für die Wupper positiv bewertet und Förderempfehlungen formuliert. Damit könnten schon bald erste Maßnahmen realisiert werden. Von Joachim Rüttgen

Erfreuliche Nachrichten gab's gestern von Bürgermeister Johannes Mans: Um an Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und des Landes NRW zu kommen, muss die Stadt ein Integriertes Handlungskonzept (InHK) erstellen, dessen Maßnahmen unter dem Titel "Starke Quartiere - starke Menschen" eingeordnet werden. Am Freitag hat Mans erfahren, dass die Bewerbung der Stadt beim zuständigen Ministerium in Düsseldorf erfolgreich war.

"Eine interministerielle Gruppe hat die eingereichten Handlungskonzepte bewertet und Förderempfehlungen formuliert", sagt Mans. Oberstes Ziel sei es, verschiedene Projekte zur Entwicklung des Quartiers an der Wupper zu starten. In Detailbereichen müsse die Stadt allerdings noch nachjustieren und zusammen mit der Bezirksregierung einzelne Maßnahmen nachbessern. "Wir haben mit dem positiven Votum aus Düsseldorf aber die Tür geöffnet bekommen für die Präzisierung einzelner Fördermaßnahmen", sagt der Bürgermeister.

Das InHK umfasst städtebauliche, sozial-räumliche, ökologische und ökonomische Anpassungserfordernisse der Wupperorte. Grundlage ist eine detaillierte Erhebung und Analyse der Strukturen der Quartiere an der Wupper. Insgesamt deckt das InHK sechs Themenbereiche mit 25 Einzelmaßnahmen ab, von denen manche bis Ende 2022, andere auch noch danach umgesetzt werden sollen. "Durch die positive Reaktion aus Düsseldorf gehe ich jetzt davon aus, dass die Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden", sagt Mans, der nun einen ambitionierten Zeitplan für die Verwaltung vorlegt. "Denn wir müssen schneller handeln", sagt er. Die Zusage der Bezirksregierung sieht er als "absoluten Durchbruch", über den sich die Menschen an der Wupper freuen dürften. "Wir haben uns viel vorgenommen und müssen nun an den Strukturen innerhalb der Verwaltung arbeiten", kündigt der Bürgermeister an.

Mans will schnellstmöglich eine kleine Arbeitsgruppe mit den von den Maßnahmen betroffenen Amtsleitern einrichten. Die ämterübergreifende Koordinierung übernimmt der Leiter des Bauverwaltungsamtes, Burkhard Klein. Mit im Boot ist auch das Hauptamt vor allem für die strukturellen Maßnahmen. "Diese Arbeitsgruppe soll die Projekte vorbereiten, vorberaten und vorsondieren, um sie dann gezielt auf den Weg und in die Politik zu bringen", sagt Mans. Bei Bedarf würden auch andere Amtsleiter hinzugezogen. Außerdem solle die neue Stabsstelle die Prozesse engmaschig begleiten und wenn nötig auch kritisch hinterfragen.

"Das alles sind große Herausforderungen, denen wir uns jetzt stellen wollen", sagt Mans. In der Vergangenheit sei oft über die soziale Schieflage an der Wupper gesprochen worden. Jetzt habe die Stadt die große Chance, mit Fördermitteln diese Diskrepanz auszuräumen. "Wir wollen den Menschen eine deutlich bessere Lebensqualität bieten", sagt Mans. Deshalb sei er sehr froh über die guten Nachrichten aus Düsseldorf.

2018 solle mit der Umwandlung des Sportplatzes in einen Kunstrasenplatz begonnen werden. "Wir müssen die ersten Maßnahmen noch in diesem Jahr starten", sagt der Bürgermeister. Der Prozess müsse deutlich schneller werden.

Quelle: RP
 
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