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Radevormwald
Stefanie Dargel erhält den Otto-Junker-Preis

Radevormwald: Stefanie Dargel erhält den Otto-Junker-Preis
Stefanie Dargel war am Wochenende bei ihren Eltern in Radevormwald und berichtete über ihren beruflichen Werdegang. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Die 25-jährige Studentin aus Radevormwald wird für ihre Leistungen im Fachbereich Werkstoff-Ingenieurwesen an der RWTH Aachen ausgezeichnet. Den Preis erhält sie für ihre Masterarbeit. Von Flora Treiber

Für ihre herausragenden Leistungen im Studiengang Werkstoff-Ingenieurwesen an der RWTH Aachen erhält Stefanie Dargel am 4. November den Otto-Junker-Preis 2015. Die 25-jährige Radevormwalderin freut sich über diese Auszeichnung, die für sie überraschend kam. "Ich habe vor sechs Wochen erfahren, dass ich den Preis bekomme. Er ist für meine Masterarbeit, die ich voriges Jahr geschrieben habe. Mein Professor hat mich für den Preis vorgeschlagen", sagt sie.

Die 100 Seiten über die Belastbarkeit von Stahl und was im Inneren des Materials passiert, kurz bevor es reißt, wurden mit einer 1,0 bewertet. "Das war im vorigen Jahr ein toller Erfolg für mich. Das Thema ist aus einem Projekt entwachsen, das ich zuvor mit Kommilitonen geführt habe. Nach dem Projekt gab es für mich mehr Fragen als Antworten, die ich gerne weiter und tiefgründiger untersuchen wollte."

Seit einem Jahr arbeitet sie jetzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität und wird voraussichtlich in vier oder fünf Jahren promovieren. Nachdem sie in der siebten Klasse vom Theodor-Heuss-Gymnasium auf das Röntgen-Gymnasium in Remscheid wechselte, setzte sie gezielt naturwissenschaftliche Schwerpunkte in ihrer Schullaufbahn. "Meine Leistungskurse waren Mathematik und Physik. Nach dem Abitur wusste ich, dass ein technischer Studiengang richtig für mich ist." Für Werkstoff-Ingenieurwesen begeisterte sie ihr jetziger Verlobter Marc Strämke. "Ich habe den Studiengang vor sieben Jahren in Radevormwald vorgestellt und an diesem Tag Stefanie kennengelernt", sagt der 29-jährige. Über die Begeisterung für das gleiche Fach fand Stefanie Dargel damals nicht nur ihren Traumstudiengang, sondern auch den Mann ihres Herzens. "Eine glückliche Fügung", sagt sie. Nicht nur ihr Verlobter, mit dem sie in der Nähe von Frankfurt ein Haus baut, ist stolz auf ihre Auszeichnung. "Meine Eltern haben mein Studium mit viel Begeisterung verfolgt und mich immer unterstützt. Sie freuen sich mit mir", sagt die Preisträgerin.

Ihren Erfolg führt sie nicht nur Fleiß zurück. "Lernen ist mir bereits in der Schule leicht gefallen. Außerdem interessiere ich mich für viele Disziplinen, und das war auch das Geheimnis meiner Masterarbeit. Sie hat nicht nur Aspekte aus der Werkstofftechnik, sondern auch aus der Elektrotechnik berücksichtigt. Der interdisziplinäre Aspekt war die Besonderheit der Arbeit." Vielfältig interessiert und stets neugierig zu sein, zeichnet die junge Frau aus.

Wie ihr beruflicher Weg nach ihrer Promotion weitergeht, weiß sie noch nicht. "Ich könnte mir vorstellen, als Projektleiterin zu arbeiten oder in die Industrie zu gehen." Neben ihren fachlichen Leistungen punktet Stefanie Dargel durch ihr soziales Engagement, als Vorsitzende des DLRG-Fördervereins in Würselen und als Mitglied der Fachschaftsrats Metallurgie und Werkstofftechnik.

Bei der Preisverleihung am 4. November, die in einem festlichen Rahmen stattfindet, wird sie ihre Masterarbeit in fünf Minuten vorstellen. Diesem Termin sieht sie gelassen entgegen. "Ich habe schon viele wichtige Vorträge gehalten und bin gut vorbereitet." Die Höhe des Preisgeldes ist nicht bekannt.

Quelle: RP
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