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Rückblende
Sternsinger-Gründer war Hückeswagener

Rückblende: Sternsinger-Gründer war Hückeswagener
Pater Paul Koppelberg im Jahr 1927 bei seiner Priesterweihe. FOTO: Archiv Mostert
Radevormwald. Die weltweite Sternsinger-Aktion zugunsten von Not leidenden Kindern ist dem Hückeswagener Spiritaner-Pater Paul Koppelberg zu verdanken. Von Franz Mostert

Hückeswagen/Radevormwald Tausende von Sternsingern aus mehr als 50 Ländern tragen jährlich Millionen-Beträge zur Nothilfe in gezielten Projekten unterentwickelter Gebiete der Erde zusammen. Seit vielen Jahren gehören auch ganze Generationen von Radevormwalder und Hückeswagener Kindern zu den Sternsingern. Sie gehen in farbenprächtiger Kleidung, gekleidet als Heilige Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, hinter den selbst gebastelten goldenen Sternen von Haus zu Haus, singen und halten für den guten Zweck die Hand auf. So auch in diesem Jahr bei zum Teil schlechtem Wetter. Die Spenden gehen an zentrale Verteilerstellen, die unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein" Not leidenden Kindern zugutekommen sollen - in diesem Jahr sind es Kinder in Bolivien.

In Radevormwald sind Teile der Spenden über Jahr an ein Haus in Georgien gegangen. Mit der Radevormwalder Hilfe ist damals ein Waisenhaus aus- und umgebaut worden. Der andere Teil, heute die ganze Summe, werden von Aachen aus in die Welt verschickt und den jeweils ausgesuchten Zwecken zugeführt. Es war der Hückeswagener Spiritaner-Pater Paul Koppelberg, der das seit etwa 300 Jahren übliche Kurrende-Singen zur Epiphanie, der "Erscheinung des Herrn", auf seine Anregung in die inzwischen weltweit bekannte Sternsingen-Spendenaktion hin umwidmete. Am 27. Juli 1912 wurde Koppelberg in Hückeswagen geboren. Nach den Studienjahren trat er als Ordensgeistlicher der "Gemeinschaft der Spiritaner" in das Dormagener Kloster Knechtsteden ein. Im Lehramt tätig, kam ihm die Tätigkeit als Prokurator und Ordens-Provinzial in Knechtsteden, im Offizialat in Köln und in der Ordensniederlassung Bruchweiden bei Würselen zu. 1958 übernahm Pater Koppelberg die Leitung des Päpstlichen Missionswerkes der Kinder in Deutschland mit Sitz in Aachen. Daraus wurde auf seine Initiative ein Jahr später das Sternsingen. International wurde Koppelberg als Gründer und Mitherausgeber von Missions-Magazinen und Zeitschriften bekannt. Als Protektor und Leiter der Sternsinger-Aktion blieb der Bundesverdienstkreuzträger bis 1980 tätig. Am 30. November 1981 starb Koppelberg und wurde auf dem Klosterfriedhof in Knechtsteden beigesetzt. Nachdem vor allem der Hückeswagener Kirchenmusiker Hermann Josef Hacke 1960 zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth das Sternsingen mit Erfolg gefördert hatte, kam prompt Koppelbergs Einladung. 1975 konzertierte der nicht mehr existierende Meisterchor Quartett-Verein Rheingold vor Aachener Spiritanern.

Quelle: RP
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