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Radevormwald
Sternsinger stehen in den Startlöchern

Radevormwald: Sternsinger stehen in den Startlöchern
Sie bereiten sich auf die Sternsingeraktion am 6. Januar vor: Sonja Rosar (hinten links) und Regina Lambert, vorne die Sternsinger Frederick, Anneke und Neele. FOTO: Flora treiber
Radevormwald. Bevor die Sternsinger am Samstag, 6. Januar, von Tür zu Tür ziehen, muss noch einiges organisiert werden. Die Geschwister Frederick, Neele und Anneke, die seit sieben Jahren dabei sind, freuen sich bereits auf ihren Einsatz. Von Flora Treiber

Damit jeder Haushalt, der sich für einen Besuch der Sternsinger anmeldet, besucht wird, muss viel organisiert werden. Regina Lambert kümmert sich gemeinsam mit ihrem Mann um die Organisation der Sternsinger in Radevormwald und freut sich auf das erste Treffen am kommenden Sonntag, 17. Dezember. Dann kommen die Kinder und Eltern, die beim Sternsingen mitmachen wollen, nach der Messe um 10 Uhr im Caritashaus zusammen und werden auf ihre große Aufgabe vorbereitet.

Frederick, Neele und Anneke gehen seit sieben Jahren als Sternsinger durch Radevormwald und freuen sich schon jetzt auf die Woche nach Silvester. "Mir macht das Spaß, weil sich die Leute über unseren Besuch freuen und wir viele Spenden sammeln", sagt Frederick. Mit zwölf Jahren führt er seine Gruppe an und geht 2018 als Caspar. Begleitet werden die drei Kinder von ihrer Mutter.

Sonja Rosar will die christliche Tradition fortführen und kennt das Sternsingen aus ihrer Heimat, denn in Rheinland-Pfalz haben Sternsinger einen hohen Stellenwert. Dort sind die meisten Haushalte katholisch und sehnen den Besuch der Sternsinger herbei. Dass man sich in Radevormwald für einen Besuch der Sternsinger anmelden muss, war neu für sie und ihre Familie. "Mir hat das gefehlt und deshalb beteiligen wir uns jetzt aktiv an der Sternsinger-Aktion", sagt die Mutter.

Regina Lambert hat für die katholische Gemeinde St. Marien und Josef eine Sternsinger-Hotline eingerichtet, über die sich die einzelnen Haushalte anmelden können. Durch die Anmeldungen ist das Pensum der Sternsinger wieder kleiner und schaffbar geworden. "Weil sich immer weniger Kinder an der Aktion beteiligen, können wir nicht mehr jeden Haushalt besuchen."

Für 2018 hofft Regina Lambert auf 25 Gruppen, die auf die einzelnen Bezirke im Innenstadtbereich aufgeteilt werden. In den Wupperorten kümmert sich Kathrin Sucharkiewicz um die Sternsinger. Nachdem die Sternsinger am 5. Januar in sozialen Einrichtungen gesungen und den Segen angeschrieben haben, besuchen sie am 6. Januar die privaten Haushalte.

Neele erinnert sich an ein Ereignis aus den vergangenen Jahren. "Wir waren schon oft bei einer Frau, die anfängt zu weinen, wenn sie uns sieht. Wahrscheinlich weil sie so gerührt ist", sagt die Zehnjährige. Erlebnisse wie dieses prägen die Sternsinger. Aber auch das Sammeln von Spenden macht den Kinder Spaß. Mit verplombten Sammeldosen bitten sie um Geldspenden, die im kommenden Januar an ein Projekt der Radevormwalderin Mechthild Schmidt gehen. Regina Lambert hofft, dass das Projekt "Friedenserziehung" der Entwicklungshelferin in Afrika viele Spenden generieren kann.

Die vielen Süßigkeiten, die von den Sternsingern gesammelt werden, gehen wie jedes Jahr zum Großteil an den Radevormwalder Mittagstisch. "Wir nehmen uns ein paar Teile, aber eigentlich spenden wir alles", sagt Anneke, die 2018 als Balthasar geht.

Klaus Wilhelm vom Vorbereitungsteam der Sternsinger ergänzt, dass er Kontakt zu den Grundschulen Bergerhof, Lindenbaum und Stadt aufgenommen hat, um den Kindern die Sternsinger-Aktion näher zu bringen. "Ich erlebte eine tolle Unterstützung seitens der Schulen und viele begeisterte Kinder", berichtet er.

Am Sonntag nach dem Sternsingen gibt es dann in der katholischen Gemeinde ein großes Dankesessen, auf das sich die Kinder jetzt schon freuen. Unterwegs sind die Sternsinger bei Wind und Wetter. "Wir bleiben nur zuhause, wenn es gefährlich wird", sagt Sonja Rosar. Für ihre Kinder hat sie jetzt schon neue Kostüme gekauft. Einen Stern müssen sie noch basteln.

Quelle: RP
 
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