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Radevormwald
Strecke bis Rade wird erst 2016 befahrbar sein

Die Mitglieder des Fördervereins Wupperschiene arbeiten ehrenamtlich und finanzieren sich aus Spenden und Mitteln des Denkmalschutzes. Mit Eigenarbeit der Mitglieder hat der Verein in den vergangenen Jahrzehnten große Teile der Strecke erhalten.

Derzeit arbeiten die Mitglieder an der vereinseigenen Diesellok, damit diese eines Tages, gehofft wird 2016, Personenwagen bis nach Radevormwald bringen kann. Die Hauptuntersuchung für die in Köln stehende Lok haben die Mitglieder vorbereitet. Noch fehlen ein paar Kuppelstangen für die Blindwelle. Sie müssen vermessen und eingepasst werden. "Wir haben dann eine fahrbare, generalüberholte Diesellok, die die nächsten acht Jahre bis zur nächsten Untersuchung durchhalten sollte", sagt Ulrich Grotstollen, der Vorsitzende der Wupperschiene.

Sorgen bereitet dem Verein immer noch der Hangrutsch kurz vor Wuppertal-Beyenburg. Der verhindert seit Jahren, dass der Bahnhof Beyenburg, und damit auch Radevormwald, angefahren werden kann. Der Bereich oberhalb der Wupper gehört als Flora-Habitat-Zone zu einem sehr sensiblen Naturschutzbereich. "Wir müssen nach einem Gespräch bei der Bezirksregierung jetzt noch ein biologisches Unbedenklichkeitsgutachten erbringen", sagt Grotstollen.

Da die Planungen zur Beseitigung des Hangrutsches inzwischen vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt sind (die Wupper wird bei den Arbeiten nicht berührt), sollen sie jetzt für das nächste Frühjahr parallel zur biologischen Untersuchung ausgeschrieben werden. "Wir wollen alle Unwägbarkeiten einbeziehen und den Tierschutz für Schlangen und andere Reptilien mit einbeziehen, damit die Arbeiten im Frühjahr 2016 beginnen können", sagt der Wupperschiene-Vorsitzende.

Das gesamte Verfahren habe sich leider wieder über Monate hingezogen und die Fertigstellung um etwa ein Jahr nach hinten verschoben. Grotstollen und sein Team hoffen jetzt auf erste Fahrten im kommenden Sommer. Problematisch erscheinen ihm die Forderungen der Umweltbehörden, weil nur wenige Hundert Meter oberhalb die Wupper mit schwerem Gerät wie großen Baggern renaturiert worden ist. "Und bei uns darf buchstäblich bei den Arbeiten kein Klumpen Lehm ins Wasser fallen", sagt Grotstollen. Bis zum Frühjahr soll am Bahnhof in Dahlhausen das alte Stellwerk so weit ausgebaut werden, dass es für Sitzungen und andere Termine besser genutzt und auch als Treffpunkt vermietet werden kann. "Gäste verknüpfen Draisinen-Fahrten, den Besuch bei Wülfing oder Klettern mit einem Treffen bei uns am Bahnhof", sagt Grotstollen. Solche Kombinationen würden zunehmend nachgefragt. Der Förderverein müsse einen Raum anbieten, weil es in der weiteren Umgebung keine Gaststätte oder einen anderen Treff mehr gebe.

(wos)
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