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Radevormwald
Suche nach Ideen für Hardt Pocorny

Radevormwald: Suche nach Ideen für Hardt Pocorny
Entlang der Durchgangstraße zwischen den beiden früheren, an der Wupper gelegenen Produktionsbereichen von Hardt Pocorny & Co. liegen Teile der denkmalgeschützten Gebäude, die teilweise durch Zäune gesichert sind. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Avantage-Immobilien aus Wuppertal ist seit dem Jahreswechsel Eigentümerin der Industrie-Brache (früher Hardt Pocorny) in Dahlhausen. Für die Erarbeitung einer Gesamtkonzeption sucht Geschäftsführerin Isabell Schmidt Ideen. Von Wolfgang Scholl

Lange gehörte die große Fläche des früheren Textilunternehmens Hardt Pocorny der Kölner Unternehmensgruppe Kiefer & Zehner. Zum Jahreswechsel hat Isabell Schmidt als Geschäftsführerin mit ihrem Unternehmen Avantage-Immobilien aus Wuppertal-Oberbarmen die Immobilie erworben. "Wir haben inzwischen errechnet, dass wir etwa 32 000 Quadratmeter Nutzfläche haben", sagt Schmidt. Seit einiger Zeit ist sie mit ihrem Team auf der Suche nach einer Konzeption für die Zukunft. Dabei soll eine Gesamtkonzeption herauskommen. "Wir fangen nicht an einer Stelle an und stellen am Ende fest, dass es nicht passt. Das macht keinen Sinn", sagt Schmidt.

"Wir überlegen in verschiedene Richtungen und sind für alles offen", sagt Schmidt, die sich auch vorstellen kann, dass sie die Ideen Dritter mit in die Planungen aufnimmt. Vorstellen könnte sie sich zum Beispiel eine Nutzung für den Freizeitbereich in Kombination mit Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch bedarfsgerechtes Wohnen. "Da würden wir aber natürlich vorher erst eine genaue Standortanalyse vornehmen", sagt Isabell Schmidt. Sie ermutigt deshalb Privatpersonen oder Unternehmen, sich bei Vorstellungen mit ihr in Verbindung zu setzen.

Isabell Schmidt berichtet auch, wie sie auf die alten Fabrikgebäude aufmerksam geworden ist. "Wir sind öfter in Dahlhausen an dem in Teilen denkmalgeschützten Bereich vorbeigefahren und haben uns fast schon in die Fläche verliebt", sagt Schmidt. Als dann das Angebot zum Kauf kam, habe man zugeschlagen. "Wir kannten damals nur etwa 20 bis 30 Prozent der Fläche, jetzt haben wir uns durch alle Ecken durchgekämpft", sagt die Geschäftsführerin, die für Investoren schon Altbauprojekte saniert und neu vermietbar umgebaut hat.

Weil sie das Gelände erst einmal richtig erkunden musste, gibt es bisher auch keine großen sichtbaren Veränderungen an den Gebäudeteilen, die den denkmalgeschützten Bereich links und rechts ab der Einfahrt umfassen. Bis jetzt ist erst einmal der Status der Gelände- und Gebäudeteile ermittelt worden. Auf dem Areal hat der Wupperverband ein Zufahrtsrecht zur kleinen Talsperre, und im hinteren Bereich gibt es noch den Eigentümer der Turbinenanlage. Klar ist auch, dass im Laufe der Jahre einige Bereiche in der jetzigen Form nicht mehr nutzbar sind. Geprüft wird derzeit auch, ob durch die gewerbliche Nutzung Altlasten entstanden sind. Rücksicht nehmen möchte sie auch auf die Mieter, die auf dem Gelände den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt haben.

Da es für das Gelände zahlreiche Unwägbarkeiten gibt, möchte die neue Eigentümerin noch keine Perspektive abgeben, wann sie die Konzeption präsentieren kann. Dafür sei es noch zu früh, weil man erst am Anfang des Prozesses stehe.

Positiv stimmen sie zwei Termine mit der Stadt. "Dort hat man uns zugesagt, dass man uns bei der Schaffung baurechtlicher Planungen helfen würde", sagt Isabel Schmidt.

Quelle: RP
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