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Radevormwald
Tariferhöhung kostet Stadt 130.000 Euro pro Jahr

Radevormwald. Mit etwa 130.000 Euro pro Jahr wird der städtische Haushalt in den kommenden Jahren belastet. Das hat Kämmerer Frank Nipken nach der Einigung zwischen den Vertretern der öffentlichen Arbeitgeber und der Gewerkschaft errechnet.

2,4 Prozent erhalten die Angestellten der Stadt Radevormwald rückwirkend zum 1. März, zum 1. Februar folgen weitere 2,35 Prozent. "Für dieses Jahr können wir die Tariferhöhung ausgleichen", sagt Nipken. Das sei möglich, weil in den städtischen Haushalt für 2016 eine Erhöhung der Gehälter in Höhe von zwei Prozent eingerechnet worden ist. Hinzu komme, dass der Haushalt durch noch nicht wieder besetzte Stellen oder durch langzeitkranke Mitarbeiter, die aus der Lohnfortzahlung herausgefallen sind, entlastet wird.

Anders sei dies für die kommenden Jahre bis 2022, wenn der städtische Haushalt ausgeglichen sein muss. "Wir müssen uns da sehr nach der Decke strecken", sagt Nipken. In das Haushaltssicherungskonzept sind ein Prozent Tariferhöhung pro Jahr eingestellt worden. "Das war eine Vorgabe unserer Kommunalpolitiker", ergänzt er. Das jetzige Ergebnis für 2016 und 2017 führe damit zu Steigerungen, die an anderer Stelle ausgeglichen werden müssen. Der städtische Haushalt sieht einen jährlichen Personalkostenaufwand von etwa 9,5 Millionen Euro vor. "Wir werden die nächsten Haushalte jetzt mit den Steigerungen anpassen müssen", sagt Nipken, der auch noch auf zwei weitere Unbekannte hinweist. Abgewartet werden muss, ob bei den weiteren Verhandlungen die jetzige Tarifeinigung auch für die kommunalen Beamten übernommen wird.

Verbunden mit der Tarifeinigung, die in einem etwa 200 Seiten starken Dokument zusammengefasst ist, sind auch Veränderungen bei den Eingruppierungen der öffentlichen Angestellten. Damit habe man sich noch nicht im Detail befassen können. Die Neuregelungen müssen in Radevormwald aber für jeden Mitarbeiter geprüft werden, weil es durch die Umstrukturierungen in der Verwaltung zum 1. April zahlreiche Umbesetzungen mit der Übertragung neuer Aufgaben gegeben hat. "Jeder Mitarbeiter hat Bestandsschutz. Die Überprüfung kann aber dazu führen, dass der eine oder andere Mitarbeiter höher eingestuft werden muss", sagt der Beigeordnete.

(wos)
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