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Radevormwald
Tourismus spielt immer größere Rolle

Radevormwald: Tourismus spielt immer größere Rolle
NRW-Minister Garrelt Duin und sein Sohn Henri erkundeten mit Fahrrad (E-Bike der Wirtschaftsförderungsgesellschaft aus Radevormwald) und Segway - auch die Brücke zur Wupper-Vorsperre. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Wirtschaftsminister Garrelt Duin besuchte die Region. Die Rader stellten für den Stopp ihre E-Bikes zur Verfügung. Von Stephan Büllesbach

In einer solch idyllisch gelegenen Umgebung hatte sich selten ein Gast ins Goldene Buch der Nachbarstadt Hückeswagen eingetragen. Das war nur wenige Meter von der Wupper-Vorsperre auf einer Werbestele der Naturarena Bergisches Land unter einem Pavillon aufgeschlagen worden.

Tag drei seiner Sommerreise endete für den Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin in Hückeswagen. Zuvor hatte die gesamte Delegation mit Vertretern der beiden bergischen Kreise, der Städte Hückeswagen und Radevormwald und von den Tourismus-Organisationen die Vorsperre mit E-Bikes und Segways umrundet. Hartmut Behrensmeier, bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) noch für die Tourismusfragen zuständig, hatte die städtischen E-Bikes mit nach Hückeswagen genommen. Statt der Gäste, die die Bikes sonst buchen können, stiegen der Minister und andere Gäste der Runde auf die Rader Räder.

Duin hab nach der Besichtigungstour hervor, dass die Verknüpfung von Wandern und Radfahren im Bergischen Land sehr gut sei und weiter promotet werden müsse. Vor allem deshalb, weil Radfahren und Bergisches Land in vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen noch gänzlich unbekannt ist. "Dabei ist Radfahren im Bergischen inzwischen nicht nur etwas für die Profis", betonte der Minister mit Verweis auf die verschiedenen Radstrecken auf ehemaligen Bahnstrecken, die in den vergangenen Jahren eröffnet worden sind und seither einen großen Zulauf vor allem an Tagestouristen haben. Die Stadt Radevormwald allein hat zusätzlich mehrere Radtouren im Angebot, die sich zunehmender Beliebtheit vor allem auswärtiger Radfahrer erfreuen.

Zuvor hatte Kreisdirektor Jochen Hagt auf die Besonderheiten Oberbergs hingewiesen: "Wir sind zwar ein ländlicher Kreis, aber 43 Prozent der Arbeitsplätze im Oberbergischen Kreis sind in der Industrie. Landesweit sind es nur 28 Prozent." Der Tourismus spiele schon lange eine Rolle in der Region. Einen Schub habe es vor zehn Jahren gegeben, als sich Rheinisch-Bergischer und Oberbergischer Kreis zur Naturarena Bergisches Land zusammengetan hätten. "Denn die Menschen interessieren keine politischen Grenzen, sondern nur, wo sie sich erholen können", betonte Jochen Hagt.

Zwei besondere Projekte hob der Minister anschließend hervor, die den Tourismus in beiden Landkreisen weitergebracht haben: die Radwege und das Bergische Wanderland. Bei Letzterem verwies der Kreisdirektor auf den Bergischen Weg und den Bergischen Panoramasteig mit seinen 23 "Streifzügen" - den kleinsten von ihnen, den "Wasserweg" um die Vorsperre, hatten der Minister und seine Delegation an diesem Nachmittag regelrecht erfahren.

Schließlich hatte Hagt zwei Erfolgsfaktoren für den Tourismus im Bergischen ausgemacht: die kommunale Zusammenarbeit der beiden Kreise und der Städte sowie die Förderung der verschiedenen Projekte.

Quelle: RP
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