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Radevormwald
Trampelpfad an B 229 seit Jahren genutzt - Abhilfe durch Zaun

Radevormwald: Trampelpfad an B 229 seit Jahren genutzt - Abhilfe durch Zaun
Der Trampelpfad von der Bahnstraße führt über die Bundesstraße 229 zum Parkplatz von Lidl. FOTO: wos
Radevormwald. Der Trampelpfad von der Bahnstraße mit Überquerung zum Lidl-Parkplatz sorgt auch mehr als eine Woche nach dem schweren Unfall für Gesprächsstoff. Leser berichten, dass die Straße sogar von Personen mit Einkaufswagen überquert wird und zahlreiche Bürger den Weg zu verschiedenen Tageszeiten als Abkürzung nutzen. Von Wolfgang Scholl

Am Dienstag, 30. August, war es gegen 17 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zweier Autos zwischen der Kreuzung Bahnstraße und der Brücke Wiedenhofkamp gekommen. Ein Verletzter wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Ein Autofahrer hatte angegeben, dass er einem Fußgänger auf der Straße auf freier Strecke hatte ausweichen müssen.

"Wir haben an keiner anderen Stelle der B 229 ein vergleichbares Problem", sagt Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes. Auf dem Stück der Umgehungsstraße der Westfalenstraße zwischen der Südstadtkreuzung und dem Kreisverkehr an der Wasserturnstraße gibt es zwei Ampel zur Überquerung und drei Brücken sowie am Kreisverkehr Wasserturmstraße eine Überquerungshilfe. Zwischen der Südstadtkreuzung und der Bahnstraßenkreuzung sichern Lärmschutzwände die Straße vor Betreten von Fußgängern. Anders ist dies zwischen Bahnstraße und der Brücke Wiedenhofkamp.

Die Bundesstraße ist zu Beginn der 1980er Jahre als Umgehungsstraße konzipiert worden. Als überörtliche Erschließungsstraße soll der Verkehr möglichst zügig abfließen. Deshalb gilt auch kein Tempo 50.

Über den Unfall haben sich auch Ordnungsamt und Polizei ausgetauscht. Dabei ist herausgekommen, dass dies der erste Unfall dieser Art ist. "Von einem Unfallhäufungspunkt kann nicht gesprochen werden", sagt Jochen Knorz. Polizei-Pressesprecher Michael Tietze erklärt, dass Fußgänger an dieser Stelle grundsätzlich über die Straße laufen dürfen. Die Straße sei nicht als Kraftfahrtstraße ausgewiesen, die Fußgänger nicht betreten dürfen. "Möglich wäre es, einen Zaun aufzustellen. Das müssen aber andere entscheiden", sagt Tietze.

Quelle: RP
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