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Radevormwald
Trauer um toten Fußgänger von Herweg

Radevormwald: Trauer um toten Fußgänger von Herweg
Zeichen der Trauer: Kerzen und Blumen erinnern an den 30-jährigen Remscheider, der am Freitagabend auf der B 483 in Herweg von einem Auto erfasst worden war und in der Nacht in einem Wuppertaler Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag. FOTO: H. Karsten
Radevormwald. Ein 30-jähriger Remscheider ist am Freitagabend in Herweg von einem Auto erfasst worden, als er bei Dunkelheit und Regen die Bundesstraße überqueren wollte. Es war der zweite tödliche Unfall auf der B 483 innerhalb von nur zwölf Tagen. Von Stephan Büllesbach

Wer mit dem maximal erlaubten Tempo 70 an der Birke am Straßenrand vorbeifährt, erkennt nur ein paar bunte Flecken im Gras. Doch sie sind unausweichliche Zeichen der Trauer: drei rote und zwei weiße Friedhofskerzen sowie ein bunter Herbststrauß mit weißen und gelb-rosafarbenen Rosen. Schon am Samstagmittag hatte Hinterbliebene oder Freunde des Toten nahe der Unglücksstelle ihre Zeichen der Trauer hinterlassen.

Am Sonntagmittag ist es wieder sonnig, nur ein paar Schleierwolken sind in der Ferne, beim Blick über die Bever-Talsperre, zu erkennen. Zum Unfallzeitpunkt am Freitagabend herrschten hingegen völlig andere Bedingungen: Es war bereits dunkel, und es nieselte stark. Hinzu kommt, dass es in diesem Bereich keine Straßenbeleuchtung gibt.

Das war geschehen: Ein Fußgänger, ein 30-Jähriger aus Remscheid, hatte die B 483, aus Oberbeck kommend, überquert. Dabei wurde er vom Auto eines 28-jährigen Radevormwalders erfasst. "Nach Zeugenangaben hatte der dunkel gekleidete Remscheider unvermittelt die Fahrbahn betreten und überquert", heißt es im Polizeibericht. Der in Richtung Rade fahrende 28-Jährige habe den Fußgänger zu spät erkannt und den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können.

Das Unfallopfer wurde von dem Wagen frontal erfasst und über das Auto geschleudert. Schließlich stürzte er auf die Fahrbahn. Notarzt und Rettungssanitäter waren umgehend informiert. Sie reanimierten den Remscheider an der Unfallstelle. Schließlich wurde der Schwerstverletzte in ein Wuppertaler Krankenhaus gebracht, wo er jedoch gegen 1.30 Uhr seinen schweren Verletzungen erlag. Warum der Mann bei völliger Dunkelheit trotz Verkehrs auf die Straße trat, ist ungeklärt. Dazu konnte die Polizei keine Aussage machen. Ebenso wenig über die Verkehrstüchtigkeit des Autofahrers. Die B 483 war für die Zeit der Unfallaufnahme durch das Verkehrsunfallaufnahme-Team der Polizei für rund eineinhalb Stunden gesperrt, weswegen sich in beide Richtungen größere Staus bildeten. Die Löschgruppe Herweg war ausgerückt, um die Unfallstelle auszuleuchten. Der schwerbeschädigte Wagen des Radevormwalders wurde sichergestellt.

Erst zwölf Tage zuvor hatte es nur etwa einen Kilometer weiter einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben (s. Info): Vor der Ortschaft Linde war am 16. Oktober, gegen 13.50 Uhr, ein 58 Jahre alter Motorradfahrer aus Herne verunglückt. Er war mit seinem Bike in der Rechtskurve auf den Randstreifen gekommen, gegen einen Baum geprallt und auf die gegenüberliegende Wiese geschleudert worden. Für den Motorradfahrer war jede Hilfe zu spät gekommen - er starb noch an der Unfallstelle.

Quelle: RP
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