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Radevormwald
Trotz kleiner Kirmes geht es richtig rund

Radevormwald: Trotz kleiner Kirmes geht es richtig rund
Einmal die Hände zum Himmel... Die Pflaumenkirmes bietet trotz gewisser Einschränkungen auch in diesem Jahr wieder jede Menge Spaß für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Trubel endet heute Abend. FOTO: michael schütz
Radevormwald. Spielbuden, Fahrgeschäfte und Schlemmerhütten gibt es auch in diesem Jahr zur Pflaumenkirmes. Aber die Anordnung ist durch die Baustellen in der City eine andere. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Die Rader feiern trotzdem. Von Flora Treiber

Die 520. Pflaumenkirmes fällt wegen der Baustellen dieses Jahr kleiner aus. Die Innenstadt verwandelte sich aber trotzdem in eine bunte Meile aus Spielbuden, Fahrgeschäften und Schlemmerhütten. Auf dem Hohenfuhrplatz finden bis heute Abend die meisten Fahrgeschäfte Platz. Unter Leitung von Organisator Christoph Grimlowski vom Ordnungsamt ist nicht nur der obligatorische Auto-Scooter auf den Platz am Rathaus gezogen, sondern auch das Kabinett "Walk of fame" sowie der Skyrider, der seine Passagiere in ein virtuelles Weltall schickt. Bunter Mittelpunkt ist der "Troika" von Petra Ahrend. Sie ist zum zweiten Mal auf der Pflaumenkirmes dabei und zufrieden mit der Resonanz. "Für die Besucher wäre es schöner, wenn noch mehr Fahrgeschäfte zur Auswahl stehen würden, aber wir können uns nicht beschweren. Die Zahlen stimmen", sagte die Schaustellerin. Der Musikzug ist seit mehr als 40 Jahren im Familienbesitz und kann bis zu 50 Kirmesgänger gleichzeitig vergnügen. Mit bis zu 45 Stundenkilometern gehört der Troika zu den spektakulärsten Fahrgeschäften der Kirmes. Die Schaustellerin hat die Erfahrung gemacht, dass dichte Kirmesflächen mehr Besucher anziehen. "Diese Kirmes ist leider etwas auseinandergerissen. Eine dichtere Anordnung der Attraktionen wäre besser gewesen."

Vor dem Hohenfuhrplatz hat wie in den vergangenen Jahren das Kinderkarussell Platz gefunden. Ein weiteres steht auf dem Schlossmacherplatz. Entlang der Kaiserstraße haben sich zwischen den vielen Händlern Trödelstände aufgereiht, die praktische und skurrile Dinge verkaufen. Für Erich Merken ist diese Mischung für die traditionelle Pflaumenkirmes nicht positiv. Der Wuppertaler betreibt die Waffelbäckerei Andersen mit seiner Frau Gitta und kommt seit 51 Jahren mit seinen Mutzen, Berliner Ballen und gebrannten Nüssen nach Rade. "Es ist schade, dass den schönen und hochwertigen Ständen die Kulisse genommen wird", sagte er. Durch die Baustelle am Ende der Kaiserstraße musste er außerdem mit seinen zwei Verkaufsständen von seinen Stammplätzen ausweichen und hat mit dem Umzug auf die Mitte der Kaiserstraße viele Kunden verloren. "Diese Pflaumenkirmes wird sich für uns nicht lohnen. Die Sicht vom Marktplatz auf die Kaiserstraße ist schlecht, und die wenigen Kunden laufen an uns vorbei. Nächstes Jahr wird das hoffentlich wieder besser." Der 77-Jährige ließ sich die Laune dadurch aber nicht verderben, sondern nutzte die freie Zeit, um seinem Enkelsohn Nicolas die Backstube zu zeigen. "Er hilft heute zum ersten Mal mit", sagte Erich Merken stolz.

Neben den Fahrgeschäften und kulinarischen Angeboten hat die Stadt zusätzlich ein Bühnenprogramm auf dem Marktplatz organisiert. Für Freitag war nach der Eröffnung durch Bürgermeister Johannes Mans die Band "Moodish" angekündigt, am Samstagabend sollte die Band "Treibsand" für eine ausgelassene Stimmung sorgen. Gestern ging das Bühnenprogramm mit einem Puppenspiel der Wuppertaler Puppenbühne und einem abendlichen Konzert der Band "Talking Loud" weiter.

Die Rader Herbstkirmes endet heute, Montagabend, 19 Uhr, mit dem Auftritt der Gruppe "Airbag". Alle Rader und auswärtigen Gäste hoffen dann wieder auf eine große und vollständige Pflaumenkirmes im nächsten September.

Quelle: RP
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