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Radevormwald
Übergangszeit hat für GGS Stadt ein Ende

Radevormwald. Morgen wandern Stühle, Tische und zahlreiche Kisten mit Lehrmaterial von der Hermannstraße zurück an die Carl-Diem-Straße. Am Montag treffen sich die Schüler noch einmal an der Hauptschule, bevor der Tross loszieht. Von Wolfgang Scholl

Die Kisten sind gepackt, morgen früh ab 7.30 Uhr werden Möbel, Bücher und Hefte an die angestammten Räume der Grundschule Stadt zurückgebracht. "Beim ersten Umzug waren wir abends um 19 Uhr fertig", sagt Jutta Felderhoff, die Leiterin der Grundschule. Organisiert hat sie die Aktion zusammen mit Konrektor Stefan Berghaus. "Stefan Berghaus ist ein sehr guter Organisator. Es ist alles vorbereitet", sagt Felderhoff.

Das Schuljahr 2015/16 wird an der Grundschule Stadt als das Jahr des Provisoriums in die Annalen eingehen. In der zweiten Woche des Dezember mussten Schüler und Lehrer an die Hermannstraße ausweichen, weil sich im Schulgebäude an der Carl-Diem-Straße Deckenteile gelöst hatten. Eine Woche vor den Ferien ist nun das zweite Stühlerücken.

Die Klassenräume sind inzwischen fertig. "Wichtig ist die letzte Woche an der Carl-Diem-Straße, weil sich die Viertklässler so von ihrer Schule verabschieden und sich die anderen Klassen wieder eingewöhnen können. Die Eltern sind von dieser Regelung positiv angetan. Am Montag haben wir einen Sport-, Spiel- und Bewegungstag organisiert", sagt Felderhoff. Dann können die Kinder auch wieder auf dem beliebten Außengelände mit Spielgeräten und kleinem Fußballplatz spielen. Fast entschuldigend sagt die GGS-Leiterin, dass ihre Kinder manchmal in den großen Pausen den Unterricht gestört haben, weil sie etwas länger Pause hatten. "Grundschüler brauchen eine etwas längere Pause, damit sie sich bewegen können", sagt Felderhoff.

Abends sind dann die Eltern eingeladen, sich über die Schule und die Betreuung über Mittag (bis 13 Uhr und Offener Ganztag bis 16 Uhr) zu informieren. Eingeladen haben die Schulleitung, das Schulamt um Sönke Eichner und Bürgermeister Johannes Mans.

Regelungen sind auch schon für das neue Schuljahr getroffen. "Wir werden die Klassenräume nicht wechseln, die ersten Klassen übernehmen die Räume der vierten", sagt die Schulleiterin. Sie sieht es als große Aufgabe an, den engen Kontakt zwischen den Lehrern und den Betreuungskräften wieder herzustellen. Da habe es wegen der räumlichen Entfernungen im vergangenen Halbjahr einige Defizite gegeben.

Ein Lob spricht die Schulleiterin der GGS Stadt den Lehrern und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule aus. "Das Miteinander war sehr gut", sagt Felderhoff, die gerne den einen oder anderen Kollegen mitnehmen würde. Das gehe aber schon deshalb nicht, weil die Schule nach dem Personalschlüssel ausreichend gut aufgestellt sei.

"Ich glaube, dass das Vorurteil über Hauptschüler in dieser Zeit aufgebrochen ist. Alle waren nett zu unseren Schülern. Das sind ganz patente Kinder oder Fast-Erwachsene", lobt Felderhoff. Einige der Viertklässler werden weiter in dem Gebäude den Unterricht besuchen, weil sie für die neue Sekundarschule angemeldet worden sind. Unterrichtet werden sie in den Klassenräumen, die auch bisher der Grundschule zur Verfügung standen. In den Sommerferien werden allerdings die räumlichen Zuschnitte für die Einrichtung von Differenzierungsräumen verändert. In der GGS Stadt soll über den Sommer auch die Küche so eingebaut werden, dass die Versorgung am Mittag ab 24. August gewährleistet ist.

Die Schüler treffen sich am kommenden Montag wie gewohnt um 8 Uhr an der Hermannstraße. "Wir treffen uns auf dem Schulhof, singen ein Abschiedslied und verabschieden uns dann von der Geschwister-Scholl-Schule", sagt Felderhoff. Kurze Zeit später wird sich ein Tross mit etwa 270 Schülern und zwölf Lehrern in Bewegung setzen und zur neuen, alten Schule wandern. Dort werden sie von Bürgermeister Johannes Mans und dem Beigeordneten Frank Nipken mit Musik empfangen.

Quelle: RP
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