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Radevormwald
Uelfestraße - unbekannter Täter stiehlt das Seitenradarmessgerät

Radevormwald: Uelfestraße - unbekannter Täter stiehlt das Seitenradarmessgerät
Ein solches Gerät hing bis 6. November auch an der Uelfestraße. FOTO: stadt
Radevormwald. So etwas hat Holger Westhoff noch nicht erlebt. Von Joachim Rüttgen

Der Mitarbeiter im Ordnungsamt und zuständig für den Straßenverkehr teilt mit, dass ein bislang noch unbekannter Täter das von der Stadt vor einem Jahr aufgehängte Seitenradarmessgerät an der Uelfestraße auf Höhe des Hauses mit der Nummer 18 aus einer Höhe von 2,20 Metern von einer Straßenlaterne runtergerissen und entfernt hat.

"Wir haben deutliche Kratzspuren an der Laterne entdeckt", sagt Westhoff. Die Stadt habe Anzeige bei der Polizei erstattet. Das Gerät hat die Stadt nach Angaben von Westhoff bislang mehr als 30 mal eingesetzt - und noch nie ist jemand auf den Gedanken gekommen, es gewaltsam zu entfernen. Der Schaden beläuft sich auf gut 2000 Euro.

"Ich habe den Eindruck, dass der Täter das Gerät regelrecht runtergezerrt hat und dann das Schloss mit einer Flex oder einem Bolzenschneider aufgebohrt hat", berichtet Westhoff. Erstaunlich sei auch, dass der Täter anschließend das Gehäuse mit einem Imbus-Schlüssel abgeschraubt habe. "Das schaffen Profis in fünf Minuten", sagt Westhoff. Als Tatzeitraum gibt er die Nacht von Montag, 6., auf Dienstag, 7. November, an. Westhoff vermutet, dass es sich vielleicht um Profis handelt, die das Gerät komplett verkaufen wollen. Dafür mussten sie aber 50 Zentimeter lange Schrauben rausdrehen - ein erheblicher Aufwand. Dass das Gerät in 2,20 Meter Höhe hängt, sehen Vorschriften vor. "Schließlich soll niemand mit dem Kopf vor das Gerät rennen", sagt Westhoff. Er hat bereits ein neues Angebot eingeholt, denn für die Stadt sei das Seitenradarmessgerät wichtig, um Situationen im Straßenverkehr zuverlässig bewerten zu können. An der Uelfestraße hing das Gerät, weil sich Anwohner beschwert hatten, dass dort zu schnell gefahren werde und die Strecke total überlastet sei. Bevor nun aber sofort geblitzt wird, misst ein Seitenradarmessgerät zum Beispiel die Länge der Fahrzeuge und ermittelt deren genaue Geschwindigkeit.

Was der oder die Täter vielleicht nicht wussten: Mit diesem Gerät wird nicht geblitzt und nichts geahndet und mithin auch niemand bestraft. "Wir brauchen das Gerät unbedingt, denn wir müssen mit Fakten arbeiten und dann Entscheidungen für den Straßenverkehr treffen", sagt Westhoff. Das gelte für Bundesstraßen, auf denen 100 km/h gefahren werden dürfe, aber auch für Tempo-30-Zonen. Westhoff bittet Zeugen, die etwas Auffälliges beobachtet haben, sich bei ihm, Tel. 02195 606-305 oder bei der Polizei, Tel. 02261 8199-0, zu melden.

Quelle: RP
 
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