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Radevormwald
Umbau am Beverdamm ist fast beendet

Radevormwald: Umbau am Beverdamm ist fast beendet
Eigentlich sollte am Dienstag noch asphaltiert werden, doch jetzt können sich die Bauarbeiter schon um die Erdarbeiten und den Geländeausgleich an der Böschung der K 5 kümmern. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Schneller als erwartet ist die Baumaßnahme im Bereich des Biker-Treffs. Ab Montag ist die Strecke wieder frei. Von Joachim Rüttgen

Schneller als erwartet dürfen Verkehrsteilnehmer die Kreisstraße 5 von Niederlangenberg bis zum Beverdamm und Biker-Treff wieder nutzen. Spätestens am Montag soll die Strecke frei sein, so dass dann eine Umfahrung der Talsperre wieder möglich ist. Anfang September hatte der Kreis mit dem Umbau begonnen. Dabei wurde die Fahrbahn auf 210 Metern an den Hang gerückt und mit dem als Biker-Treff bekannten Parkplatz getauscht.

Eigentlich sollten am Dienstag Asphaltierungsarbeiten erfolgen, "doch die Firma hat schneller gearbeitet", sagte Abteilungsleiter Stefan Weidemann vom Kreis. Zurzeit laufen Erdarbeiten an der Böschung und Maßnahmen zum Ausgleich des Geländes. In den nächsten Tagen folgen noch Markierungsarbeiten, um vor allem die Vorfahrt an der Einmündung zum Damm darzustellen. "Die Parkflächen lagen früher am Hang. Die Besucher mussten die Straße überqueren, um auf den schmalen, unbefestigten Gehweg auf der Talsperrenseite zu gelangen", berichtete Weidemann. Alleine schon wegen der Verkehrssicherheit habe der Kreis reagieren müssen. Jetzt sind die Parkplätze in der Mitte, es gibt einen breiten Gehweg und eine große Aufenthaltsfläche in der Nähe zum Damm.

Ganz bewusst werden auf der neuen Parkfläche keine konkreten Stellflächen aufgezeichnet, nur zwei Behindertenparkplätze werden extra ausgewiesen - inklusive abgesenktem Bordstein. "Autofahrer und Motorradfahrer brauchen unterschiedlich viel Platz, so dass wir lieber eine einheitliche Gesamtfläche schaffen", sagte Weidemann. Mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern wurde bewusst eng gebaut. Zum Hang hin wird es ein Parkverbot geben. "Im weiteren Verlauf der Straße Richtung Niederlangenberg gibt es weitere Parkplätze, allerdings unbefestigt", sagte Weidemann. Gleichzeitig werde das Tempolimit ganzjährig auf 50 km/h reduziert. Das Limit galt bislang nur im Sommer. "Durch die deutliche Verschwenkung der Fahrbahn mit integrierter kleiner Verkehrsinsel und dem kurvigeren Verlauf wollen wir das Tempo drosseln", sagte Weidemann.

Die Freifläche auf Höhe der Zufahrt zum Damm, die durch Poller zur Straße hin abgesichert wird, sei so groß, weil die Planer die Sichtverhältnisse beachten mussten. Ob es in diesem Bereich wieder Verpflegungsstände geben wird, ließ Weidemann gestern offen. "Wir wollen erst beobachten, wie sich der Verkehr künftig entwickelt und wie die Verkehrsteilnehmer mit der neuen Straßenführung zurechtkommen", sagte er. Überdies gebe es bau- und wasserrechtliche Dinge zu beachten, außerdem die Bedürfnisse der Anwohner. Er rechnet damit, dass der Entscheidungsprozess erst im Sommer 2018 beginnt.

"Wir als Kreis wollen den Biker-Treff nicht verhindern, sondern Raum für alle schaffen", sagte Weidemann. Und mit der neuen Lösung habe man nun vor allem den Fahrradfahrern und Fußgängern mehr Platz geschaffen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Hückeswagen werde man auch eine Lösung für mögliche Verpflegungsstände finden. "Wir wollen immer auch die touristischen Belange beachten. Der Kreis wollte nie das Ausflugsziel verbannen, sondern stärken", sagte Kreissprecherin Iris Trespe.

In weiteren drei Bauabschnitten wird die Kreisstraße in den kommenden Wochen bis zur Bundesstraße 237 erneuert. Er rechnet damit, dass die komplette Maßnahme, die den Kreis 400.000 Euro kostet, spätestens Anfang November beendet ist - zwei Wochen früher als zunächst geplant.

Den nun breiteren Gehweg an der K 5 auf Höhe des Beverdamms möchte der Kreis in den nächsten Jahren um einen Radweg ergänzen, für den beim Land eine Förderung beantragt wurde. Der Radweg sei generell förderfähig, sagte Weidemann, er werde aber nicht vor 2020 gebaut. Der Weg soll eine Länge von drei Kilometern haben und vom Wanderparkplatz Neye-Talsperre an der K 13 über die K 5 bis zum Anschluss an die ehemalige Bahntrasse verlaufen und somit die Verbindung von Hückeswagen in Richtung Wipperfürth schaffen. "Damit wäre eine Rundfahrmöglichkeit gegeben", sagte Weidemann. Das sei nachhaltiger und sanfter Tourismus.

Quelle: RP
 
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