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Radevormwald
Unfall bei Flugtag auf Segelflugplatz Leye

Radevormwald: Unfall bei Flugtag auf Segelflugplatz Leye
Aus ungeklärten Gründen brachte der Pilot dieser Cessna 205 seine Maschine nicht rechtzeitig zum Stehen. Beim Aufprall auf die Böschung zog sich der Mann eine Platzwunde am Kopf zu. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Ein Zischenfall überschattete gestern die Tage der offenen des Luftsportvereins Radevormwald: Eine Cessna rutschte bei der Landung über die Start- und Landebahn hinaus und kam in einer Böschung zum Stehen. Der Pilot wurde leicht verletzt. Von Marion Gerdel und Stephan Büllesbach

Schrecksekunde gestern Mittag: Bei der Landung kam eine Cessna 205 nicht mehr rechtzeitig am Ende der Start- und Landebahn zum Stehen und prallt in die Böschung. Der Pilot erlitt dabei eine Platzwunde am Kopf, wurde aber sicherheitshalber ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht. Das teilte Veranstaltungsleiter Uwe Bauten auf Anfrage der BM mit.

Warum die Maschine nicht zum Stehen kam, war gestern noch ungeklärt. Direkt nach dem Zwischenfall und bis zum Ende der Bergung wurden der Flugbetrieb und das Rahmenprogramm auf dem Flugplatz Leye ausgesetzt. Als die beschädigte Cessna gegen 14.30 Uhr wieder auf der Start- und Landebahn stand, konnte mit dem gesamten Programm fortgefahren werden.

Bis zu dem Unfall verliefen die Tage der offenen Tür positiv. Andreas Przybyla und Jens Thiele beantworteten am Info-Stand auf dem Fluggelände alle Fragen der vielen hundert Besucher. Am häufigsten erkundigten sich die Gäste darüber, wie man den Pilotenschein erwerben kann, welche Kosten auf den künftigen Flieger zukommen oder wie lange die Ausbildung dauert.

Die meisten wollten aber nur die vielen ausgestellten Flugzeuge, allen voran die Antonov AN2, den größten Doppeldecker der Welt, einmal so nah erleben, wie man sonst selten die Gelegenheit hat. Auch die Möglichkeit, sich die technischen Details eines Fluggeräts direkt am Objekt zeigen zu lassen, nutzen die Gäste, die bei dieser Gelegenheit auch den Hangar näher inspizieren konnten.

Viele starteten zu sogenannten Einführungsflügen mit Motor- oder Segelflugzeugen über Radevormwald und die umliegenden Talsperren. Eine Chance, die Heinz Dieter Schäfer, seit Jahren nutzt. "Ich komme jedes Jahr hierher", erzählte der 78-Jährige. "Inzwischen habe ich alle Flugzeugarten, die hier starten, schon mal durchprobiert. Ich bin sogar schon einen Looping mitgeflogen." Nur den Tandem-Fallschirmsprung habe er noch nicht ausprobiert.

Die Möglichkeit dazu hätte er aber auch gehabt. Wieder war der Fallschirmclub Remscheid zu Gast und bot den Unerschrockenen unter den Gästen die Möglichkeit, sich der Herausforderung eines Fallschirmsprungs zu stellen. "Meine älteste Tandemspringerin war 86 Jahre alt", erinnert sich Jan Müller, der gemeinsam mit drei weiteren sogenannten Tandem-Master rund 70 Sprünge anbot. "Zum Springen muss man sich nur fit fühlen. Wenn man zum Flugzeug geht, hat man den wichtigsten Schritt getan. Wer dann einsteigt, springt auch raus", betonte der Fallschirmsprunglehrer.

Nach einer kurzen Einweisung zum richtigen Verhalten in der Luft und bei der Landung gingen Kristin Machhein (18) und Max Rothhaas (18), ausgestattet mit Springerkleidung und Sicherheitssystemen, zum Start. Nach dem Ausstieg aus 3000 Metern, 40 Sekunden freiem Fall und sechs Minuten Gleitflug am Schirm landeten beide sicher am Boden. "Das war toll", erzählte Kristin Machhein begeistert. "Ich war aber erst erleichtert, als der Schirm wirklich aufging. Das will ich unbedingt noch einmal machen - und dann lasse ich auch die Augen auf!"

Diese Begeisterung zu wecken, ist das Ziel von Klaus F. H. Mathies vom Vorstand des Fallschirmclubs. "Wir kommen seit 30 Jahren jedes Jahr zum Tag der offenen Tür", berichtet er. "Es wollen so viele Gäste mit uns springen, dass wir gar nicht alle mitnehmen können."

Quelle: RP
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