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Radevormwald/Wuppertal
Verein "Wupperschiene" darf den Hangrutsch jetzt beseitigen lassen

Radevormwald/Wuppertal. Das Nadelöhr auf der Eisenbahnstrecke zwischen Wuppertal-Laaken und -Beyenburg könnte im Sommer Vergangenheit sein. Das bestätigt Ulrich Grotstollen, der Vorsitzende des Fördervereins Wupperschiene, dem die Eisenbahnstrecke seit 2012 gehört.

Vor mittlerweile vielen Jahren war auf der Strecke kurz vor dem Bahnhof Beyenburg der Hang abgerutscht. Das bedeutete, dass Züge nicht mehr bis Beyenburg und damit auch bis Radevormwald fahren konnten. Da die Strecke bis 2012 im Eigentum einer Tochter der Deutsche Bahn AG stand, hatte die Wupperschiene keinen Einfluss. Erst nach Übernahme der denkmalgeschützten Strecke konnte der Verein tätig werden.

Da spielten aber die Umweltbehörden nicht mit, da die Strecke oberhalb der geschützten Wupper liegt. Erst jetzt, nach einer mehrjährigen und umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfung hat der Verein die Erlaubnis erhalten, den Hangrutsch zu beseitigen. Der Auftrag wird jetzt asugeschrieben. Der Verein hofft nach der Submission, dass die Arbeiten Mitte Juli in Angriff genommen werden können. Grotstollen schätzt, dass die Arbeiten etwa drei bis vier Wochen dauern werden.

"Parallel arbeiten wir noch an anderen Teilen der Strecke an den Gleisen. Ich möchte deshalb nichts mehr versprechen. Es kann deshalb sein, dass die erste Lok trotz Abschluss der Arbeiten am Hangrutsch erst 2017 den Beyenburger Bahnhof erreichen wird", sagt Grotstollen.

Wann ein Zug bis Radevormwald durchfahren kann, das mag Grotstollen noch nicht abschätzen. "Wir müssen auch auf der Strecke nach Radevormwald noch Arbeiten an den Gleisen erledigen", sagt er. Er hofft, dass nach den Arbeiten am Hangrutsch noch ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um eine Gleisbaufirma damit beauftragen zu können, die nötigen Arbeiten an den Weichen vorzunehmen.

Der Verein muss dabei auch Rücksicht auf die Fahrtage des Vereins "Wuppertrail" nehmen, der auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Radevormwald-Dahlhausen und Wuppertal-Beyenburg seit einigen Wochen wieder Draisinefahrten anbietet.

Informationen im Internet auch unter www.wupper-trail.de und www.wupperschiene.eu

(wos)
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