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Radevormwald
Verkehrsausschuss für längere Fahrt der 626

Radevormwald: Verkehrsausschuss für längere Fahrt der 626
Die Linie 626 nach Rade soll nachts länger fahren. FOTO: dörner (archiv)
Radevormwald. Einstimmig ist der Ausschuss für Kultur, Tourismus und Verkehr einem Vorschlag von Fritz Ullmann (Linkes Forum) gefolgt, dass die Buslinie 626 im neuen Nahverkehrsplan des Oberbergischen Kreises bis nach Mitternacht von Wuppertal nach Radevormwald fahren soll. Dabei erhielt der Vorschlag außerdem die höchste Priorität, soll also vorrangig vom Kreis behandelt werden. Von Joachim Rüttgen

Ullmann hatte erläutert, dass die Verlängerung der Betriebszeit Pendlern und allen Bürgern, die ihre Freizeit in Wuppertal verbringen oder ein Kulturangebot nutzen wollen, zugute kommt. Das steigere auch die Attraktivität von Rade. Bevor der Vorschlag in den Kreistag kommt, der den neuen Nahverkehrsplan beschließt, wird der Rader Rat am 25. Oktober entscheiden.

Grundsätzlich fährt die Linie 626 wochentags bis 0.32 Uhr (Ankunft in Beyenburg-Mitte), steuert dann aber nicht mehr Rade an. Der Verkehrsausschuss ist der Meinung, dass diese Lücke geschlossen werden sollte. Rosemarie Kötter (SPD) berichtete von mehreren Sitzungen einer erweiterten Arbeitsgruppe, die sich mit dem Entwurf des Nahverkehrsplans beschäftigt und die Stellungnahmen zusammengefasst habe. Ihr Wunsch, dass die Linie 659 generell in die Priorität 1 einzustufen sei, stieß auf Verwunderung bei einigen Ausschussmitgliedern, Rosemarie Kötter konnte aber aufklären: "Da es die eindeutige Ankündigung gibt, diese Linie ersatzlos zu streichen, möchten wir gerne auch die Alternativen wie ein Anrufsammeltaxi oder ein Taxi-Bus-System in die höchste Priorität einstufen", sagte sie. Das sei ein wichtiges Zeichen für die Bürger, dass sich die Politik einsetze, wirklich etwas erreichen zu wollen.

Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes, kündigte an, die Wünsche des Ausschusses in die "alternative Prio 1" einzustufen. Bernd-Eric Hoffmann (UWG) meinte, dass der Ausschuss die besondere Lage der Stadt im Nahverkehrsplan betonen müsse. Da Rade zwischen drei Verkehrsverbünden (Rhein-Sieg, Rhein-Ruhr und Ruhr-Lippe) liege, gebe es Besonderheiten bei den Tarifen. Deshalb müsse der Kreis nicht nur gebeten (wie in der Vorlage geschrieben), sondern aufgefordert werden, sich für Übergangstarifregelungen einzusetzen - und zwar in Richtung aller Verbünde. "Außerdem muss sich der Kreis dafür einsetzen, dass die Takte besser abgestimmt werden", sagte Hoffmann.

Auf Zustimmung stieß der Vorschlag von Felix Staratschek (AL), dass die Linien 626, 671, 339 und 134 zeitlich besser die Gewerbegebiete zu den Schichtwechselzeiten (6, 14 und 22 Uhr) ansteuern. Vor allem morgens sei es zurzeit unmöglich, um 6 Uhr im Gewerbegebiet zu sein, wenn erst um 6 Uhr der erste Bus ab Busbahnhof fahre.

Zur Linie 626 gibt es neben dem vorrangigen Wunsch, die Linie und die Schleife über die Keilbeck zu erhalten, die Forderung nach einer Taktverdichtung auf 20 Minuten während der Stoßzeiten, um Wartezeiten zu verringern und einen besseren Anschluss an die Linie 671 zu erreichen.

Quelle: RP
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