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Radevormwald
Verwaltung möchte bei Schülerbeförderung sparen

Radevormwald. Die Gemeindeprüfanstalt (GPA), die einige Fachbereiche auf ihre Kosten und Aufgaben geprüft hat, sieht für die Stadt ein Einsparpotenzial bei den Schülerbeförderungskosten. Die Stadt hat dafür etwa 850.000 Euro pro Jahr in den Haushalt eingestellt.

Bürgermeister Johannes Mans hat dazu mitgeteilt, dass die Stadtverwaltung dieses Thema bereits in Angriff genommen hat. "Wir sind nicht in der Lage, uns diese Kosten weiter so zu leisten", hatte der Bürgermeister bereits in der Ratssitzung mitgeteilt. Geprüft werden sollen die Verträge über die Schülerbeförderung, aber auch die Anforderungen. So soll zum Beispiel in Augenschein genommen werden, ob alle Fahrten, wie sie bisher stattfinden, nötig sind. Überprüft werden soll auch, welche Fahrten nach der siebten und neunten Stunde jeweils noch benötigt wird. Dazu sollen Alternativen erarbeitet werden. Mans hat dieses Thema im Zuge der Einsparungen auch für andere Bereiche in Auftrag gegeben. Für die nächste Ausschreibung müsse man genau wissen, welche Aufgabenanforderung im Detail besteht. Thema wird auch die Verbindung des Schülerspezialverkehrs mit dem Öffentlichen Personennahverkehrs sein.

Aus der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen war der Vorwurf gekommen, wie der Schülerverkehr zu den Schulen so lange in dieser Form laufen konnte. Der Bürgermeister sagt den Fraktionen zu, die Alternativen so schnell wie möglich zu erarbeiten. Eine Kündigung der Verträge werde derzeit nicht ausgesprochen. "Wir als Stadt haben zum jetzigen Zeitpunkt keine Alternativen", erklärte Sönke Eichner, Pädagogischer Leiter im Fachbereich Jugend und Bildung. Die Schülerbeförderung gehöre zu den Pflichtaufgaben der Verwaltung. Man könne nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.

Zu den Zeiträumen der möglichen Diskussion erklärte die Verwaltung, dass man das Thema bis zum Sommer vorbereiten wolle, damit im zweiten Halbjahr in den zuständigen Fachausschüssen beraten werden kann.

(wos)
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