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Verwaltung schultert einiges

Kommentar: Verwaltung schultert einiges
FOTO: Moll Jürgen
Radevormwald. Planen kann man viel. Das Umsetzen in die Tat dagegen scheitert manchmal an den verschiedensten Gründen - oft auch am Geld.

Die Stadt hat sich für die kommenden Jahre einiges an Planung für die Zukunft der Stadt vorgenommen. Das wird bei der Verwaltung eine gute Koordination erfordern, bei der Politik einiges an Disziplin, damit Projekte nicht zerredet werden, sondern zum jeweils geforderten Zeitpunkt verabschiedet werden.

Wichtig wird es sein, realisierbare Vorhaben zu verabschieden und auszuwählen. Als Beispiel sei der städtische Teil von Wülfing genannt. Da wurden vor vielen Jahren (etwa 15 bis 20 Jahre) Luftschlösser gebaut. Anstatt zuerst dafür zu planen, dass Einnahmen erzielt werden können, um Betriebskosten zu decken und Rücklagen bilden zu können, sind zuerst - bis das Geld ausging - andere, nicht oder nur wenig rentable Projekte angestoßen worden. Dazu kommt: Wer ein Projekt plant, muss es auch bis zur Abrechnung begleiten können.

Stadtentwicklung heißt auch, einmal über mehrere Jahre in die Zukunft zu denken. Je höher das Durchschnittsalter eines Stadtrates ist, desto schwerer dürften dessen Mitglieder davon zu überzeugen sein, dass neue Projekte angestoßen werden müssen.

Wichtig wird es sein, beim zweiten Innenstadtkonzept Bürger und Politik mitzunehmen. Da liegt das Problem dann darin, dass Konzepte teilweise erst genehmigt werden müssen, bevor sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden können. Stadt, Citymanagement und potenzielle Investoren werden diesen Spagat schaffen müssen. Oft können sich Bürger, und das sind auch Politiker, nicht vorstellen, was geplant wird. Die Skepsis der Rader rührt zum Teil daher, dass in der Vergangenheit nicht immer alles später auch rund gelaufen ist.

wolfgang.scholl@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
 
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