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Radevormwald
Viele Spiele auf dem Weg zur neuen Königin von Önkfeld

Radevormwald: Viele Spiele auf dem Weg zur neuen Königin von Önkfeld
Barbara Mair (r.) und die spätere Siegerin Christina Dargel richten die Vogelscheunen auf der Bühne her, während Kinder genau verfolgen, wie die beiden Kandidatinnen vorgehen. FOTO: Michael Schütz
Radevormwald. Zehn Bewerberinnen mussten sich am Samstagabend im vollen Festzelt von Önkfeld beweisen. Das war nichts für schwache Gemüter: Auf dem Weg zum Sieg floss sogar Blut. Von Flora Treiber

Die Suche nach der neuen Erntekönigin hielt die Önkfelder am Samstagabend auf Trab. Das Erntedankfest startete mit dem festlichen Einzug der Dorfjugend und einer Begrüßung von Linda Longerich, die Önkfeld im vergangenen Jahr repräsentierte. "Die Zeit war toll und ich hoffe, dass meine Nachfolgerin genau so viel Spaß haben wird", sagte sie, bevor sie die Spiele freigab.

Jürgen Fischer war als Vorsitzender der Kulturgemeinde Önkfeld froh über das volle Festzelt, die gute Stimmung und die zehn Kandidatinnen, die sich den kniffligen Spielen stellten. "Wir waren wie immer kreativ und werden alle mit neuen Spielen überraschen", sagte er.

Das Thema des Erntedankfestes "Önkfeld im Wandel der Zeit" spielte auch hierbei eine Rolle. Nach dem traditionellen Bändertanz, der mit furiosem Applaus quittiert wurde, versammelten sich die zehn Anwärterinnen für den Titel "Erntekönigin 2016/2017" auf der Bühne.

Zum ersten Mal dabei waren Christina Dargel und Simone Mundorf, die sich gemeinsam für ihre Kandidatur entschieden hatten. "Ich gehe sportlich an die Sache heran. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie es überhaupt dazu gekommen ist, aber wenn ich gewinne, stelle ich mich der Aufgabe natürlich", sagte Dargel zu Beginn. Ohne große Vorkenntnisse ging sie an die Spiele heran, die ihr zu ihrem ersten Erntesieg verhelfen sollten.

Schon erfahren im Erntedank-Geschäft ist Bettina Bäumler. Sie war bereits zweimal Königin der Önkfelder und hat noch einmal alles gegeben, denn das Ehrenamt ist für sie etwas ganz Besonderes. "Als Erntekönigin ist immer etwas los. Mir hat die Zeit immer Spaß gemacht", sagte sie vor dem ersten Spiel.

Dort entschied der Zufall über das Weiterkommen in die nächste Runde. Alle Kandidatinnen bekamen einen ehemaligen Bürgermeister oder Stadtdirektor zugewiesen - das Los entschied über Sieg und Niederlage.

Nach einer fetzigen Tanzeinlage zu der Musik von "SAM" lieferten sich Christina Dargel und Barbara Mair ein Duell auf der Festbühne. Nach "Gewählt" folgte "Gescheucht". So schnell wie möglich sollte eine Vogelscheuche eingekleidet und mit Heu ausgestopft werden. Während Barbara Mair tapfer gegen ihre plötzliche Heuallergie ankämpfte, stopfte ihre Rivalin bereits die Latzhose aus. Christina Dargel punktete mit Geschick und Schnelligkeit.

"Baut Euch euren Traummann", feuerte Wilfried Fischer die Frauen an. Er moderierte den Abend und leitete Christina Dargel eine Runde weiter. Mit "Gestapelt", "Geworfen und "Gefällt-Geraten-Gewonnen" folgten die letzten drei Spiele des Abends, die den Kandidatinnen noch einmal alles abverlangten. Im Finale mussten unter anderem Tannenbäume gesägt und ein Dalli- Klick-Spiel gewonnen werden. Die ideale Gelegenheit für die neue Erntekönigin, den Vorsprung von Tatjana Brüser-Pieper aufzuholen und sich den Sieg zu sichern. Dafür floss sogar Blut, denn Christina Dargel kam nicht unversehrt durch das Säge-Spiel.

"Dieses Jahr hat unsere neue Erntekönigin sogar Blut für den Sieg vergossen", sagte Jürgen Fischer. Versorgt wurde die kleine Wunde vom DRK. Die Freude über den Titel half der Erntekönigin über den Schmerz hinweg. Gemeinsam mit den Prinzessinnen Maike Gruhn und Tatjana Brüser-Pieper wird Christina Dargel Önkfeld im nächsten Jahr repräsentieren. Nach dem Tanz unter der Erntekrone verlief der Abend in Önkfeld ruhig.

Quelle: RP
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