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Radevormwald
Vierter Soziarbeiter für Flüchtlingsarbeit im Einsatz

Radevormwald. Die Betreuung der inzwischen 344 Flüchtlinge war Thema in der Sitzung des Sozialausschusses. Bis zum Jahresende wird die Zahl wohl auf 430 bis 450 Personen steigen. Der vierte Sozialarbeiter hat gestern seinen Dienst aufgenommen. Bürgermeister Johannes Mans kündigte an, dass es am 14. Dezember ein Gespräch mit Vertretern der Bezirksregierung gibt.

Dabei soll in Erfahrung gebracht werden, ob Radevormwald zur Erstaufnahmestadt für Flüchtlinge werden könnte. Danach soll auch entschieden werden, ob die Sporthalle II (Realschule) wieder geräumt werden soll und kann.

Fachbereichsleiter Jochen Knorz (Soziales und Ordnung) erklärte, dass es Überbelegungen in einzelnen Unterkünften gebe, weil ein Teil des Haues Am Wasserwerk geräumt werden musste. "Dort haben wir einen Wasserrohrbruch", berichtete Knorz. Nachdem zuerst häufig Einzelpersonen zugewiesen wurden, seien es jetzt vornehmlich Familien. Sie kämen aus 30 Ländern, fast die Hälfte aus Syrien und dem Irak. Durch Einsatz einer Lenkungsgruppe sollen haupt- und ehrenamtliche Arbeit mehr verzahnt werden. Auch sollen Flüchtlinge als Multiplikatoren eingebunden werden.

In der Sitzung rückte der Bürgermeister auf Anfrage der Politik von seiner am Freitag gegenüber unserer Redaktion geäußerten Meinung und Vorstellung ab, dass betreuende Mitarbeiter der Stadt in den Unterkünften mit wohnen könnten und sollten, um die Effektivität ihrer Arbeit zu erhöhen.

(wos)
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