| 00.00 Uhr

Unternehmer Der Stadt
Vom Kfz-Mechaniker zum Friseurmeister

Unternehmer Der Stadt: Vom Kfz-Mechaniker zum Friseurmeister
Enrico Poidomani kümmert sich nicht nur um die Haare, sondern sorgt auch für Stimmung. Christa Grabowski weiß dies zu schätzen. FOTO: J. Moll
Radevormwald. 2007 wagt Enrico Poidomani den Sprung in die Selbstständigkeit. Bei ihm gibt es neue Frisuren und Lebensgeschichten. Von Flora Treiber

radevormwald Vor zehn Jahren wagte Enrico Poidomani den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete seinen Friseursalon an der Kaiserstraße. In diesen Jahren hat der 43-Jährige Kunden erwachsen werden sehen und sie in ihren verschiedenen Lebensphasen begleitet. "Das Schönste an meiner Arbeit ist die Kreativität und der Kontakt zu Menschen. Viele Kunden kommen seit meiner Eröffnung zu mir und sind zu guten Bekannten geworden", sagt der Radevormwalder. Bevor er Männern und Frauen den Kopf frisierte, frisierte er Autos. Als er mit Mitte Zwanzig seine Leidenschaft und Talent im Umgang mit Haaren entdeckte, hatte er gerade eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker abgeschlossen. Obwohl er immer noch eine Leidenschaft für Autos hat, ist er froh, dass er den Beruf frühzeitig gewechselt hat.

"Meine Schwester ist Friseurin und hat mich dazu motiviert, den Beruf für mich zu entdecken. Sie hatte das richtige Gespür", sagt er. Während seiner Ausbildung bei Benno Ackerschott in Halver merkte Enrico Poidomani schnell, wo seine Talente liegen. "Es hat einfach direkt gut geklappt. Ich habe meine eigene Technik und schnell einen Blick für Gesichter und Frisuren entwickelt."

Nach wenigen Jahren in Köln, wo er sich einen eigenen Kundenstamm aufbaute, und seiner erfolgreichen Meisterprüfung, kehrte er in seine Heimatstadt zurück. In Radevormwald kennt man Enrico Poidomani aber eigentlich nur im Doppelpack, denn seine französische Bulldogge Harry ist immer an seiner Seite und spielt auch im Salon "Life Style" eine wichtige Rolle. "Harry kennt jeden Kunden - genauso wie ich", sagt der Friseur. Während er und seine Mitarbeiterinnen Haare waschen, schneiden, föhnen und frisieren, liegt Harry im Schaufenster und beobachtet das Treiben auf der Kaiserstraße.

Christa Grabowski schätzt die familiäre Atmosphäre und kann sich Radevormwald ohne ihren Stammfriseur nicht mehr vorstellen. "Ich bin sehr zufrieden und fühle mich hier wie zuhause. Die Atmosphäre ist ausgelassen, es wird viel gelacht", sagt die Kundin. Neben zufriedenen Kunden, professionellem Handwerk und persönlicher Beratung achtet Enrico Poidomani auf die Stimmung. "Hier läuft immer Radio, wir unterhalten uns über alles, was in der Welt passiert und singen auch mal laut mit. Das gehört alles dazu", sagt er. In den vergangenen zehn Jahren hat der Friseurmeister vier Auszubildenden die Möglichkeit gegeben, selbst leidenschaftliche Friseure zu werden. Dazu hat er sich und seine Mitarbeiter stets weitergebildet. Regelmäßige Messebesuche gehören zum Konzept des Salons, denn ohne Trends "verstaubt ein Friseursalon schnell", meint er und ergänzt: "Wir informieren uns immer über neue Techniken, Farben und Schnitte. Das ist auch für die Beratung wichtig."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Unternehmer Der Stadt: Vom Kfz-Mechaniker zum Friseurmeister


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.