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Radevormwald
Von der Schule in die Berufsvorbereitung

Radevormwald: Von der Schule in die Berufsvorbereitung
Neun Schüler sind gestern aus der Armin-Maiwald-Förderschule verabschiedet worden. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Die Armin-Maiwald-Schule verabschiedet neun Schüler. Sie gehen nach Wipperfürth oder Wermelskirchen. Von Marion Gerdel

Feierlich gekleidete junge Mädchen und doch eher lässig auftretende junge Männer nahmen gestern ihre Abschlusszeugnisse der Armin-Maiwald-Schule entgegen. "Was lange währt, wird endlich gut": Mit diesen Worten verabschiedete Schulleiterin Gina Hellerling die neun Schulabgänger. Beim Blick zurück erinnerte sie daran, dass noch vor zwei Jahren bei dem einen oder anderen nicht sicher war, ob er den Förderschulabschluss schaffen würde. "Umso schöner ist es, dass ihr das alle geschafft habt und einer von Euch die Schule sogar mit dem Hauptschulabschluss verlässt. Ich wünsche Euch, dass ihr Euren Platz behaupten könnt."

Traditionell eröffnete der Unterstufenchor die Abschlussfeier in der Aula mit dem Schullied, das die Entlassschüler zum letzten Mal hörten. "Habt die Bereitschaft, ein Leben lang zu lernen, immer neue Lebensmöglichkeiten zu sehen und zu ergreifen. Hört nie auf zu staunen und das Leben zu begreifen", sagte Klassenlehrerin Britta Leißner.

Auch ihr fiel der Abschied sehr schwer. "Ich lasse sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge ziehen", sagt sie. "Wir haben bei keinem von ihnen das Gefühl, dass er noch nicht so weit sei. Aber in den letzten beiden Jahren haben wir viele schöne und auch schwere Stunden miteinander verbracht. Das verbindet schon."

Gina Hellerling sieht es ähnlich: "Es waren alles sehr sympathische Schüler. Für ihre eigene Entwicklung ist es wichtig, dass sie nun gehen und in anderen Einrichtungen an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen teilnehmen."

Die Lehrer wissen, dass ihre Schüler noch zwei bis drei Jahre weitere Begleitung brauchen und begrüßen daher die Möglichkeit, dass sie in Wermelskirchen oder Wipperfürth von der Industrie- und Handelskammer und der Arbeitsagentur geführte Institutionen besuchen können, die ihnen helfen, den Übergang von der Schule in den Beruf zu meistern.

Auf ihren weiteren Weg freut sich Vanessa Thiel schon heute. "Aber das hier werde ich schon vermissen", ist sie sich sicher. "Ich war acht Jahre hier und habe viele tolle Sachen erlebt. Die Lehrer waren immer freundlich und der Unterricht war richtig gut. Nun will ich unbedingt noch den Hauptschulabschluss nachholen." Mit ihren alten Freunden will sie weiter in Kontakt bleiben. Zum Schluss des offiziellen Teils übergab Kerstin Stennmanns allen Schulabgängern ein Geschenk des Fördervereins: Ein T-Shirt mit allen Namen und ihrem Abgangsjahrgang wird die jungen Männer und Frauen noch lange an ihre Schulzeit in der Armin-Maiwald- Schule erinnern.

Quelle: RP
 
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